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Neue Hoffnung für Tengelmann
Karl-Erivan Haub sucht nach einem Käufer. Foto: dpa
Berlin

Neue Hoffnung für Tengelmann

Die Verhandlungen um die Zukunft der angeschlagenen Supermarktkette kommen voran.

07.10.2016
  • DPA

Berlin. Mehr als 15 000 Kaiser`s-Tengelmann-Beschäftigte zwischen Hoffen und Bangen: Kurz vor Ablauf der von Tengelmann-Eigentümer Karl-Erivan Haub gesetzten Frist im Streit um die Zukunft der Supermarktkette ist am gestrigen Donnerstag noch einmal Bewegung in die Auseinandersetzung gekommen. Eigentlich wollte Haub mit der Zerschlagung von Kaiser’s Tengelmann beginnen, wenn bis diesen Freitag keine Lösung auf dem Tisch liegt. Nun haben sich alle Beteiligten auf eine erneute Verlängerung bis zum 17. Oktober geeinigt.

Solange miteinander gesprochen werde, gebe es Hoffnung auf eine tragfähige Lösung, zeigte sich der Berliner Betriebsratsvorsitzende von Kaiser`s Tengelmann, Volker Bohne, gestern am Spätnachmittag überzeugt. „Es geht hier um Menschen und nicht um kaufmännische Interessen“, sagte er nach dem nicht-öffentlichen Treffen in Berlin-Neukölln. Die Ministererlaubnis für die Übernahme müsse wieder in Kraft gesetzt werden.

Vor zwei Jahren, am 7. Oktober 2014, hatte der Handelskonzern Tengelmann den Verkauf der damals noch 450 Filialen an den Konkurrenten Edeka bekanntgegeben. Was dann folgte, war nach den Worten von Kaiser’s-Tengelmann-Betriebsrat Peter Kohne ein „Wechselbad der Gefühle“. Hilflos mussten die Beschäftigten einen nicht enden wollenden Streit um die Zukunft der Supermarktkette verfolgen.

Düstere Lage

Branchenprimus Edeka will Kaiser‘s Tengelmann komplett übernehmen und hatte nach einem Verbot durch das Bundeskartellamt eine Ministererlaubnis dafür erhalten. Konkurrenten um Rewe, Norma und Markant klagten und das OLG Düsseldorf legte die Genehmigung auf Eis.

Kaiser`s Tengelmann-Manager Raimund Luig zeichnet die Lage der Supermarktkette in düsteren Farben: Enorme Verluste und weiter sinkende Umsätze. Hintergrund sei der immer schärfere Wettbewerb vor allem mit den Discountern. Kommt keine Lösung zustande, will Kaiser's-Tengelmann-Eigentümer Haub angesichts der Verluste sofort mit dem Einzelverkauf der Filialen beginnen. Tausende Arbeitsplätze wären dann bedroht, vor allem im Stammland Nordrhein-Westfalen. Dort könnte es zur Schließung vieler Filialen kommen, falls sich für diese sich kein Käufer findet. dpa

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07.10.2016, 06:00 Uhr

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