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Wissenschaft

Neue Ideen aus Heilbronn für das Land

Fraunhofer eröffnet ein Zentrum für Forschung und Innovation. Die Ergebnisse sollen vielen Branchen nutzen.

25.05.2019

Von HGF

Heilbronn. „Neue Strahlkraft für den Dienstleistungssektor“ verspricht sich Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) von einem Forschungs- und Innovationszentrum in Heilbronn. Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation in Stuttgart eröffnet den neuen Forschungsstandort, in dem künstliche Intelligenz (KI) für datengestützte Angebote die wichtigste Rolle spielen soll.

Diese Außenstelle, aus der ein eigenständiges Institut werden kann, ermöglicht das Geld der Stiftung des Kaufmanns Dieter Schwarz (Lidl, Kaufland). Mit ungenannten Millionensummen wird der Betrieb auf dem Campus der Stiftung für zunächst sieben Jahre bezahlt. „Wir haben auch Interesse, das Wachstum zu finanzieren“, sagte Reinhold R. Geilsdörfer, der Geschäftsführer der Stiftung.

In der Digitalisierung sieht die Ministerin „ein Riesenpotenzial“. Die Ergebnisse der Heilbronner Forscher sollen „einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg“ leisten. Es bestehe noch großer Nachholbedarf bei der Anwendung.

Der Leiter des Fraunhofer-Instituts, Wilhelm Bauer, ist zugleich Technologiebeauftragter des Landes. Er erhofft sich branchenspezifische Lösungen für Logistik, Versorgung, Industrie, Handel, Tourismus und Gesundheit. Er startet in Heilbronn zunächst mit sechs Mitarbeitern auf 100 Quadratmetern, bald sollen es 32 Spezialisten sein auf 1100 Quadratmetern. „Das Geld wäre da, wir müssen jetzt nur noch die richtigen Leute finden“, sagte Bauer.

Die Fraunhofer-Gesellschaft, gegründet 1949, ist nach eigenen Angaben „die führende Organisation für angewandte Forschung in Europa“. Unter ihrem Dach arbeiten 72 Institute und Forschungseinrichtungen an Standorten in Deutschland, darunter in Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg. Über 26 600 Beschäftigte erzielen das jährliche Forschungsvolumen von 2,6 Milliarden Euro. Rund 70 Prozent entfallen auf Aufträge aus der Industrie und öffentlich finanzierte Projekte.

Namensgeber ist der Münchner Joseph von Fraunhofer (1787–1826), der als Wissenschaftler, Erfinder und Unternehmer erfolgreich war, vor allem in Optik und Feinmechanik.

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Erstellt:
25. Mai 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
25. Mai 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 25. Mai 2019, 06:00 Uhr

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