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Modell im Futur

Neue Lehrerzuteilung ab 2015 noch unklar

Ein Modellversuch soll im Schulamtsbezirk Tübingen-Reutlingen von 2015 an die Lehrer der weiterführenden Schulen gerechter verteilen helfen. So berichtete am Montag die „Stuttgarter Zeitung“ und überraschte damit auch die Schulzuständigen im Regierungspräsidium.

19.08.2014
  • Ulla Steuernagel

Tübingen. Susanne Pacher, Leiterin der Abteilung Schule und Bildung am Tübinger Regierungspräsidium, war noch nicht über Einzelheiten informiert. Zahlen, Prognosen – all das sei nur direkt beim Kultusministerium in Stuttgart zu bekommen. Wenn sie einen Kommentar dazu abgäbe, dann wäre das „wie Kaffeesatz lesen“, so Pacher.

Die „Stuttgarter Zeitung“ hatte am Montag nach einem Gespräch mit der Fraktionschefin der Grünen im Landtag, Edith Sitzmann, berichtet, dass im Schuljahr 2015/16 die Lehrerstellen nicht mehr nach Anzahl der Klassen, sondern nach Zahl der Schüler bemessen werden sollten. Dabei habe Baden-Württemberg statistisch mit einer Relation von 14,1 Schülern auf eine volle Lehrerstelle insgesamt sehr gute Bedingungen. Zudem seien auch die jährlichen Investitionen pro Schüler seit 2010 von 3475 auf 4236 Euro angestiegen. Dennoch wolle man, so auch die bildungspolitische Sprecherin der Landes-Grünen, Sandra Boser, am Dienstag in einer Pressemitteilung, „mögliche Ungerechtigkeiten beseitigen und den künftigen Bedarf an Lehrerstellen besser vorhersagen und planen“.

Schon im Koalitionsvertrag haben sich Grüne und SPD diese Umstellung vom Klassenteilerprinzip (31 Schüler) auf eine Pro-Schüler-Zuweisung vorgenommen. Wohlwissend, dass kleinere Schulen mit kleinen Klassen, etwa im ländlichen Raum, nach dem alten Prinzip immer besser dastehen als die großen Schulzentren in den Städten.

Die Schulen der Landkreise Tübingen und Reutlingen sollen nun ab 2015, auch diese Zahl nennt die Grünen-Pressemitteilung, eine „Ressourcengarantie“ von 108,5 Prozent bekommen. Sie setzt sich aus der Grundversorgung, einem Ergänzungsbereich von 6 Prozent und 2,5 Prozent als Krankenreserve zusammen. Wenn das Modell sich bewähre, könne es auf andere Schulbezirke übertragen werden.

Im Kultusministerium selber hüllt man sich in Schweigen. „Es gibt noch keine Entscheidung“, heißt es dort. „Zur Zeit finden Abstimmungsgespräche zwischen einem möglichen Modellschulamt Tübingen-Reutlingen und dem Kultusministerium statt.“

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19.08.2014, 12:00 Uhr

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