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Karlsruhe

Neue Mord-Vorwürfe gegen Syrien-Kämpfer aus Bremen

Wegen der Tötung von Gefangenen in Syrien geht die Bundesanwaltschaft erneut gegen ein bereits verurteiltes IS-Mitglied aus Bremen vor.

03.01.2017

Von dpa

Ein Schild weist in Karlsruhe auf das Gebäude der Bundesanwaltschaft hin. Foto: F.Kraufmann/Archiv dpa

Karlsruhe. Der 28-jährige Deutsche soll an der Erschießung von sechs Menschen auf dem Marktplatz der Stadt Palmyra im Juni 2015 beteiligt gewesen sein, wie die Karlsruher Behörde am Dienstag mitteilte. Der Mann habe einen Gefangenen zum Hinrichtungsplatz geführt und die anderen an der Flucht gehindert. Ihm werden deshalb gemeinschaftlich begangener Mord und Kriegsverbrechen vorgeworfen. Den Angaben zufolge wurde er am Dienstag dem Haftrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt.

Der Mann, ein Deutscher, war als Kind ghanaischer Eltern in Bremen aufgewachsen. Bei seiner Rückkehr dorthin wurde er im Juli 2015 verhaftet. Das Hamburger Oberlandesgericht verurteilte ihn ein Jahr später zu drei Jahren Haft. Damals wurde ihm unter anderem zur Last gelegt, in einem Propagandavideo nach einer Hinrichtung eine Flagge der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hochgehalten zu haben. Laut Bundesanwaltschaft hat der Mann diese Strafe bisher nicht angetreten, weil er derzeit noch wegen einer weiteren Sache im Gefängnis ist.

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Erstellt:
3. Januar 2017, 15:22 Uhr
Aktualisiert:
3. Januar 2017, 14:31 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. Januar 2017, 14:31 Uhr

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