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Neue Preise angekündigt
Sie liefern Strom, Gas, Wasser oder Wärme: Die Stadtwerke sind Tübingens größter Energieversorger, Bild: M. Schuppich / fotolia
Stadtwerke Tübingen

Neue Preise angekündigt

Tübingens größter Energieversorger hat seine Preise für 2017 festgelegt. Gas wird deutlich günstiger, für einige Verbraucher wird Strom teurer.

09.11.2016
  • Lorenzo Zimmer

In erster Linie sind das gute Nachrichten für unsere Kunden“, kommentiert Stadtwerke-Geschäftsführer Achim Kötzle die neuen Preise. Tübingens größter Energieversorger legt sie immer jahresweise fest – für 2017 sind die Kalkulationen und Vorausberechnungen – zum Teil abhängig von Gesetzen, Abgaben, aber auch Rohstoffpreisen – nun abgeschlossen.

Die Kosten für Erdgas werden für 95 Prozent der Abnehmer sinken. Das liegt am gefallenen „Arbeitspreis“. Er gibt die Kosten für eine Kilowattstunde Gas an. Hinzu kommt der Grundpreis für Infrastruktur und Service, der auf den Tarifstufen M, L und XL gleich bleibt. Lediglich bei der Tarifstufe S, also einem vergleichsweise geringen Jahresverbrauch bis 3296 Kilowattstunden, steigt er von 25,70 Euro jährlich auf 78,54 Euro.

Aus Sicht von Kötzle trifft das aber kaum einen Kunden: „Da geht es um Ferienwohnungen, die selten genutzt werden oder gar ganzjährig leerstehende Gebäude.“ Deren Infrastruktur sei bisher von Vielverbrauchern wie Großfamilien mitgetragen worden: „Bei einem Drei-Personen-Haushalt mit rund 20000 Kilowattstunden Verbrauch im Jahr bedeutet die Veränderung eine Ersparnis von 140 Euro im Jahr“, so Kötzle weiter.

Während der Wasserpreis unverändert bleibt, wird auch die Fernwärme günstiger. Das betrifft Kunden, die Heizungswärme direkt aus dem Rohr beziehen und nicht Strom oder Gas mit einer Therme im eigenen Keller umwandeln. In Tübingen wohnen solche Kunden etwa im Französischen Viertel, auf Waldhäuser Ost und zukünftig am Güterbahnhof. Für sie sinkt der Arbeitspreis um 16 Prozent, während der Grundpreis um 0,8 Prozent steigt.

Mehrkosten drohen einem Drittel der Stadtwerke-Kunden allerdings beim Strom. In einigen Tarifen steigt der Grundpreis um 1,42 Euro pro Monat – 17 Euro im Jahr. „Hier spielen viele externe Faktoren, wie Kosten für das Netz, EEG-Umlage und andere Zulagen eine Rolle“, sagt Kötzle.

Besonders die Netzkosten sind aus seiner Sicht ein gutes Argument: „Die sichere Versorgung mit Strom hängt ganz entscheidend an einem stabilen und gepflegten Stromnetz.“ Betroffen sind die Tarife Tü-Strom Basis, Smart, 2017, sowie Tag und Nacht. Weiter gesteigert haben die Stadtwerke den Anteil des Ökostroms in ihrer Versorgung: 64,8 Prozent stammen aus erneuerbaren Energien.

Um Überraschungen zu vermeiden, informieren die Stadtwerke in der kommenden Woche alle von den Preisänderungen betroffenen Kunden schriftlich über die Preise im kommenden Jahr. Bei Fragen ist der Kundenservice unter Telefon 07071/157300 oder E-Mail kundenservice@swtue.de erreichbar.

Stadtwerke-Kunden laut Umfrage zufrieden

602 Kunden der Tübinger Stadtwerke (SWT) haben bei einer Telefonumfrage Angaben zu ihrer Zufriedenheit mit dem Energieversorger gemnacht. Besonders beim Kundenservice schnitten die SWT gut ab. Beim sogenannten Loyalitätsindex konnten sich die Stadtwerke von 79 auf 81 um zwei Punkte steigern. Der Durchschnitt anderer städtischer Versorger liegt vier Punkte niedriger bei 76. Ebenfalls freudig nehmen Geschäftsführer Achim Kötzle und sein Team die Gesamtzufriedenheit ihrer Kunden auf: 69 Prozent der Befragten gaben an, außerordentlich oder sehr zufrieden zu sein. Der bundesweite Durchschnitt liegt hier bei 60 Prozentpunkten. Besonders positiv äußerten sich die Strom- und Wärmeverbraucher zum Image und zur ökologischen Ausrichtung der SWT: „Überregional sorgt das ökologische Engagement bei den Erneuerbaren Energien für Aufmerksamkeit und bleibt im Gedächtnis“, so Pressereferent Johannes Fritsche.

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09.11.2016, 18:45 Uhr

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