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Manz AG meldet Durchbruch

Neue Produktionstechnik soll Solarstrom wettbewerbsfähig machen

Durch Fortschritte in der Produktionstechnik will die Manz AG der Solarindustrie neue Hoffnung geben: Künftig rechne sich der grüne Strom auch ohne Subventionen.

06.09.2012
  • Thomas de Marco

Reutlingen. Der Reutlinger Hightech-Maschinenbauer hat gestern einen technologischen Durchbruch gemeldet: Mit einer integrierten Produktionsanlage für CIGS-Dünnschicht-Solarmodule, der Manz CIGSfab, koste die produzierte Kilowattstunde Strom in Zukunft nur noch acht Cent und liege damit auf ähnlichem Niveau wie bei fossilen Kraftwerken – und deutlich unter den Kosten von Offshore-Wind. Würden noch Abgaben, Steuern sowie die stark steigenden Brennstoffkosten berücksichtigt, entscheide der grüne Strom das Rennen klar für sich, erklärte Manz.

Das Unternehmen geht davon aus, dass die neue Technologie eine Wende für die krisengebeutelte Solarindustrie bedeuten könne. Denn wegen des sehr hohen Automatisierungsgrades sei die Produktion von Dünnschicht-Solarmodulen auch am Standort Deutschland wirtschaftlich.

Manz erreicht die hohe Profitabilität der Solarstromproduktion nach eigenen Angaben durch Fortschritte bei der Produktionstechnik und durch wesentlich leistungsfähigere Module: Mit einem neuen Dünnschichtmodul, das auf einer Massenproduktionsanlage hergestellt wurde, erzielt der Maschinenbauer einen Wirkungsgrad von 14,6 Prozent auf der Gesamtmodulfläche – das bedeutet Weltrekord in der Dünnschichttechnologie.

„Mit unserer CIGS-Technologie haben wir den entscheidenden Schritt zur Wettbewerbsfähigkeit von Solarstrom vollzogen“, sagt Dieter Manz, Gründer und Chef der Manz AG, „damit zahlt sich Solarstrom für Investoren und Verbraucher in Zukunft auch ohne die Solarförderung aus. Das Wachstum des Solarmarkts und der Beitrag der Photovoltaik zur Energiewende wird damit nicht mehr von den politischen Rahmenbedingungen abhängig sein.“

Neue Produktionstechnik soll Solarstrom wettbewerbsfähig machen
Neues Dünnschichtmodul: Unternehmenschef Dieter Manz (rechts) feiert einen „entscheidenden Schritt zur Wettbewerbsfähigkeit von Solarstrom“. Bild: Manz AG

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06.09.2012, 12:00 Uhr

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