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Preise angehoben / Gas und Strom stabil

Neue Tarife für Bäder, Parkhäuser und Wasser

Um die steigenden Kosten in den jeweiligen Geschäftssparten aufzufangen, erhöhen die Tübinger Stadtwerke zum 1. Januar ihre Preise fürs Trinkwasser sowie für die städtischen Bäder und Parkhäuser um zwei bis drei Prozent. Beim Erdgas drehen die Stadtwerke nicht an der Preisschraube. Das Gleiche gilt für die Stromtarife – mit Ausnahme der Sondertarife mit anderen Vereinbarungen.

11.12.2014
  • Sepp Wais

Tübingen. Schon bisher können die Stadtwerke (SWT) die Gesamtkosten für ihre drei Bäder nur zu einem Drittel über die Einnahmen an den Kassen abdecken. Deshalb und weil es in den chronisch defizitären Badeanstalten weiterhin einiges zu sanieren gibt, hat der SWT-Aufsichtsrat in seiner letzten Sitzung im alten Jahr beschlossen, die Eintrittspreise für das Freibad und die beiden Hallenbäder um durchschnittlich drei Prozent zu erhöhen.

Die Einzelkarten und die Zehnerkarten werden um jeweils zehn Cent teurer. Somit kosten die Einzeltickets dann: für Erwachsene 4 Euro (bisher 3,90) und mit der Ermäßigung für Schüler, Jugendliche und Studenten 2,70 Euro (bisher 2,60 Euro). Bei der Zehnerkarte erhöht sich der Preis (pro Besuch) von 3,20 auf 3,30 Euro und mit Ermäßigung von 1,90 auf 2 Euro. Für die Freibad-Saisonkarte wird künftig ein Euro mehr fällig: 70 Euro für Erwachsene und 39 Euro ermäßigt.

Die Familiensaisonkarte fürs Freibad verteuert sich um 2 auf 132 Euro. Die Jahreskarte für alle drei Bäder kostet ab 2015 für Erwachsene 205 Euro (bisher 200) und ermäßigt 115 Euro (bisher 110). Entsprechend steigt der Preis für die umfassende Familienjahreskarte um fünf auf 255 Euro. Damit, so betonen die Stadtwerke in ihrer Mitteilung, liegen die Tübinger Preise im Städtevergleich „im mittleren Bereich“. Beispiel: Eine Freibad-Saisonkarte für Erwachsene kostet in Tübingen (künftig) 70 Euro, in Mössingen (bisher) 70 Euro, in Rottenburg 85, in Reutlingen 91, in Sindelfingen 80, in Böblingen 85 und in Stuttgart 95 Euro.

Verbrauch schlägt kaum auf den Wasserpreis durch

Die Anpassung der Stellplatz-Preise in den städtischen Parkhäuser beschränkt sich auf die beiden Großgaragen Altstadt-König und Metropol. Im König wird der Tarif für Kurzparker (der 2014 in keinen Parkhaus erhöht wurde) auf das Niveau des Parkhauses Altstadt-Mitte (Nonnenhaus) angehoben. Damit müssen die Kurzparker im König künftig 70 Cent (bisher 60 Cent) je angefangene halbe Stunde berappen. Im Schlepptau des König werden auch die Preise im Metropol-Parkhaus um 10 auf 60 Cent pro halbe Stunde erhöht.

Die zuletzt im Januar 2014 erhöhten Preise für die Dauerparker im König und im Metropol werden Anfang 2015 um weitere 3,5 Prozent ansteigen: Damit muss man beispielsweise für ein Monatsticket im König 74 Euro bezahlen, zwei Euro mehr als bisher. Im Metropol, wo ebenfalls zwei Euro mehr fällig werden, kostet das Monatsticket dann 62 Euro. Im Parkhaus Altstadt-Mitte und in den Südstadt-Parkhäusern im Französisches Viertel und im Loretto-Gebiet bleiben die Preise für Kurz- und Dauerparker stabil.

Das Gleiche gilt für den Verbrauchspreis beim Trinkwasser: Wie bisher werden die Tübinger Stadtwerke für einen Kubikmeter Wasser auch im kommenden Jahr 2,14 Euro (brutto) kassieren. Erhöht wird allerdings der fixe Grundpreis. Zur Begründung dafür führen die Stadtwerke insbesondere eine fast neunprozentige Steigerung des Lieferantenpreises an, zu dem Tübingen mehr als zwei Drittel seines Wasserbedarfs von der Bodensee-Wasserversorgung bezieht.

Dass die Stadtwerke diese Steigerung nicht etwa mit einem höheren Verbrauchspreis, sondern mit einem Aufschlag beim Grundpreis auffangen wollen, hat einen schlichten Grund: Bei den Kosten für die Trinkwasser-Versorgung handelt es sich zu 80 Prozent um Fixkosten für den Betrieb und die Wartung der technischen Anlagen und Netze. Wie viel Trinkwasser die Tübinger verbrauchen, spielt beim Preis hingegen keine große Rolle mehr: Die (seit Jahren stetig sinkende) Verbrauchsmenge schlägt in der Kostenrechnung nur noch mit 20 Prozent zu Buche.

Um einen Anhaltspunkt zu liefern, was die aktuelle Steigerung der verschiedenen Grundpreise pro Wasserzähler im Einzelfall bedeuten, haben die Stadtwerke folgende Modellrechnung vorgelegt: Ein typischer Tübinger Zwei-Personen-Haushalt in einem Dreifamilienhaus muss für seinen Jahresverbrauch von 90 Kubikmetern derzeit 18,05 Euro pro Monat bezahlen. Im neuen Jahr werden es (bei gleich bleibenden Bedingungen) 18,38 Euro sein – mithin etwa 1,8 Prozent mehr als bisher.

(Ergänzung: Die Stadtwerke legen Wert auf die Feststellung, dass das nur für den Modell(rechnungs)fall gilt, dass sich in einem Dreifamilienhaus drei Partien die Kosten für den Zähler teilen.)

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11.12.2014, 12:00 Uhr

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