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Neue Vorwürfe in Abgasaffäre
Gegen Hans Dieter Pötsch, den früheren VW-Finanzchef, wird ermittelt.Foto: afp Foto: afp
Volkswagen

Neue Vorwürfe in Abgasaffäre

Die Justiz ermittelt gegen Aufsichtsratschef Pötsch. Und Audi soll noch mehr geschummelt haben.

07.11.2016
  • DPA

Wolfsburg/Ingolstadt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach Angaben des VW-Konzerns auch gegen Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch wegen des Verdachts der Marktmanipulation im Zusammenhang mit dem Abgasskandal. VW sei weiter der Auffassung, dass der Vorstand den Kapitalmarkt ordnungsgemäß informiert habe, teilte das Unternehmen mit. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig war nicht zu erreichen.

Im Abgas-Skandal bei Volkswagen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen möglicher Marktmanipulation bereits gegen Ex-VW-Chef Martin Winterkorn und den amtierenden VW-Markenchef Herbert Diess. Gegen die Manager liegt ein Anfangsverdacht vor, die Finanzwelt zu spät über den aufgeflogenen Abgas-Skandal informiert zu haben und so wichtige Informationen für Anleger unterdrückt zu haben. Bei Pötsch beziehe sich das Ermittlungsverfahren auf die Zeit, als er Finanzvorstand des Konzerns war, hieß es bei VW. Pötsch und der Konzern wollten die Ermittler „in vollem Umfang unterstützen.“

Unterdessen wurden auch neue Vorwürfe gegen die VW-Tochter Audi (Ingolstadt) laut: Sie soll stärker in die Abgasaffäre verstrickt sein als bislang bekannt. Laut „Bild am Sonntag“ hat die kalifornische Umweltbehörde Carb im Sommer eine weitere illegale Softwarefunktion bei einem Audi mit V6-Motor entdeckt. Diese Software habe Audi auch für die Manipulation von CO2-Werten für Diesel und Benziner in Europa verwendet, schreibt die Zeitung.

Dem Bericht zufolge konnten bestimmte Audi-Modelle mit einer Lenkwinkel-Erkennung unterscheiden, ob sie auf einem Rollenprüfstand oder auf der Straße sind. In ersterem Fall aktiviert sich ein Schaltprogramm für das Getriebe, das besonders wenig CO2 produziert. Dreht der Fahrer das Lenkrad, deaktiviert sich diese „Aufwärmstrategie“. Das Fahrzeug läuft daraufhin mit einem Schaltprogramm, das mehr Kraftstoff und CO2 verbraucht. Audi äußerte sich nicht dazu. dpa

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07.11.2016, 06:00 Uhr

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