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Besser bahnfahren

Neue Wagen und höherer Takt nach Stuttgart

Gute Nachricht für Bahnfahrer aus der Region: Sie können zwischen Tübingen und Stuttgart in neuen Wagen und in kürzeren Abständen als bisher fahren. Einziger Wermutstropfen: Los geht es erst Mitte 2020.

19.11.2015

Von sg

Tübingen. Die Bahnverbindung von Tübingen nach Stuttgart wird sich deutlich verbessern. Das sagte am Mittwoch der Sprecher des Stuttgarter Verkehrsministeriums auf TAGBLATT-Nachfrage. Der Regionalexpress, der bisher stündlich und nur in den Hauptverkehrszeiten halbstündlich fährt, soll künftig zwischen 6 und 23 Uhr immer alle 30 Minuten fahren. Der Interregio, der bisher alle zwei Stunden über Tübingen nach Aulendorf verkehrt, wird ergänzt um eine stündliche Verbindung nach Tübingen. Damit fahren dann drei Züge innerhalb einer Stunde zwischen Tübingen und Stuttgart. Der genaue Fahrplan sei noch nicht fertig, sagte der Sprecher.

Gleichzeitig werden die bisherigen zum Teil sehr alten Wagen durch ganz neue Fahrzeuge ersetzt, während anderswo überholte gebrauchte Wagen reichen müssen. Zur Ausstattung gehören dann großzügige Sitzabstände, barrierefreier Zugang und barrierefreie Universaltoiletten, Klimaanlage, Klapptische, Steckdosen, WLAN für drahtlosen Internetzugang in allen Fahrzeugen, außerdem 24 bis 51 Fahrradstellplätze pro Fahrzeug je nach Fahrzeuggröße. Geplant sind drei- bis sechsteilige Fahrzeuge mit bis zu 329 Sitzplätzen.

Start für den verbesserten Takt und den Einsatz der neuen Fahrzeuge werde Mitte 2020 sein, sagte der Ministeriumssprecher. Schneller gehe es nicht, unter anderem weil die Fahrzeuge erst noch gebaut werden müssen.

Grund für die Verbesserungen ist die Neuvergabe im Bahnnetz des Stuttgarter Großraums, zu dem Tübingen gehört (wir berichteten im überregionalen Teil). Bisher fährt auf diesen Strecken die Deutsche Bahn. Sie kommt wegen eines Formfehlers bei der Bewerbung nicht zum Zuge. Das Land hat bei der Ausschreibung Takt und Fahrzeugstandards vorgegeben.

Den Regionalexpress zwischen Stuttgart und Tübingen wird künftig Abellio Rail betreiben. Die Tochter der niederländischen Bahn ist in Deutschland bereits in Nordrhein-Westfalen und Thüringen aktiv und will Fahrzeuge des Fahrzeugtyps „Talent 2“ von Bombardier einsetzen. Den Interregio wird das britische Privat-Unternehmen Go-Ahead versorgen. Es setzt auf Fahrzeuge des Typs „Flirt“ des Herstellers Stadler.

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Erstellt:
19. November 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
19. November 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 19. November 2015, 12:00 Uhr

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