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Geordnetes Chaos

Neuer Flüsterasphalt für die Karlstraße: Vollsperrung am Wochenende

Seit elf Tagen wird die Karlstraße im Zentrum Reutlingens erneuert. Auf etwa 700 Metern Länge bekommt die Durchgangsstraße einen lärmmindernden Belag. Dafür wird sie stadtauswärts ab heute bis Montag früh komplett gesperrt – bis zum 31. August sollen die Arbeiten beendet sein.

21.08.2015
  • maik wilke

Reutlingen. Die Sanierung betrifft die Karlstraße stadtauswärts zwischen den Kreuzungen mit der Kaiser- und der Behringstraße. Allerdings handle es sich nur an wenigen Stellen um einen Vollausbau, bei dem die Straße bis zu 65 Zentimeter tief aufgerissen wird, erklärte Arno Valin bei der gestrigen Besichtigung der Baustelle. „Wir fräsen sonst lediglich vier Zentimeter von der oberen Fläche ab“, so der Leiter des Reutlinger Amts für Tiefbau, Grünflächen und Umwelt.

Den Großteil der Arbeiten habe die zuständige Firma Otto Morof Tief- und Straßenbau aus Althengstett bereits erledigt. An diesem Wochenende kommt nun der neue Belag auf die Fahrbahn. Dafür wird die gesamte Karlstraße zwischen den Kreuzungen Kaiser- bis Behringstraße ab heute bis Montag früh um 4 Uhr komplett gesperrt. Auch die Zufahrten aus Bismarck-, Silberburg- und Breitertstraße, die bislang offen waren, werden folglich geschlossen. Die beiden Spuren auf der Gegenfahrbahn der Karlstraße, also stadteinwärts, bleiben aber offen. Die Autofahrer werden dort, wie seit Baubeginn am 10. August üblich, auf je einer Spur durch die Bauzone geleitet.

Während der restlichen Bauzeit sind die Zufahrten aus Bismarck- und Breitertstraße wieder geöffnet. Einfahrten in die Oststadt sind stadteinwärts allerdings nicht möglich – Anwohner müssen einen weiten Umweg in Kauf nehmen. Im großen Kreis, also inklusive Feuerwehr und Polizei, habe man nach anderen Lösungen gesucht, erklärt Projektleiter Jochen Strey. Die Einfahrten offen zu lassen, hätte jedoch für größere Probleme und Staus auf der Karlstraße selbst gesorgt. Auch Fußgänger kommen derzeit fast nur „illegal“ auf die andere Straßenseite. Mehrere Ampelanlagen sind ausgeschaltet, doch die Passanten würden dies eh meist ignorieren, sagt Strey.

Etwa 210 000 Euro kostet die Stadt der neue Asphalt, der auf einer Fläche von insgesamt 5700 Quadratmetern aufgebracht wird. Bei einer Vollsanierung wäre die Verwaltung bei den drei- bis fünffachen Kosten gelandet, sagt Valin. Aus Budgetgründen sei dies nicht machbar. Generell sei die Sanierung längst überfällig: Eigentlich sollten vielbefahrene Bundesstraßen – auf der Karlstraße fahren täglich insgesamt 25 000 Autos – alle zehn bis spätestens 15 Jahre erneuert werden. Danach würden sich kleine Risse zu größeren Schäden ausweiten. Die letzte Instandsetzung der Karlstraße liege aber bereits 30 Jahre zurück, sagt Strey.

Der neue Belag soll aber nicht nur die Sicherheit des Verkehrs verlängern, sondern auch dessen Lärm verringern. Bis zu drei Dezibel leiser sei der Flüsterasphalt, so Strey. Etwas ruhiger wurde es auch im „Nevada“, einem Kleiderladen direkt an der Karlstraße. Da die groben Arbeiten erledigt seien, sei der Lärm sogar weniger geworden, berichtet Verkäuferin Julie Bock. „Auf Dauer kann es schon Folgen auf die Anzahl unserer Kunden haben. Aber im Moment macht die Baustelle noch keinen großen Unterschied“, sagt Bock.

Neuer Flüsterasphalt für die Karlstraße: Vollsperrung am Wochenende
Die Fahrbahn stadtauswärts der Karlstraße bekommt einen neuen Belag. Der Verkehr verläuft daher in beide Richtungen über die Gegenfahrbahn.Bild: Faden

Wegen der Sanierung der Karlstraße sind die Einfahrten in die Reutlinger Oststadt stadteinwärts über die Silberburg- und die Kaiserstraße gesperrt. Anwohner müssen daher einen weiten Umweg über die Lederstraße nehmen. Bis zum 31. August soll der neue Belag jedoch befahrbar und die Arbeiten damit vollständig beendet sein, erklärt Arno Valin, Leiter des städtischen Amts für Tiefbau, Grünflächen und Umwelt. Über 200 000 Euro kostet der neue Asphalt, der auf knapp 700 Metern von der Kreuzung der Karlstraße mit der Kaiser- und der Behringstraße aufgetragen wird. „Weitere Fahrbahnerneurungen sind in der Innenstadt in nächster Zeit nicht geplant“, kann Valin die Reutlinger Autofahrer beruhigen. Zwar habe man die Sanierung absichtlich in die Ferienzeit gelegt, so Valin weiter, dennoch käme es vor allem während der Hauptverkehrszeiten zu längeren Staus.

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21.08.2015, 12:00 Uhr

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