Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
"Neuer Kurs in der Wiener Hofburg"
Norbert Hofer gewinnt die erste Runde der Präsidentenwahl in Österreich. Foto: dpa
Volkswahl zum Bundespräsidenten Österreichs

"Neuer Kurs in der Wiener Hofburg"

Norbert Hofer von der rechtspopulistischen FPÖ wird wohl neuer Bundespräsident Österreichs. Er muss am 22. Mai aber noch in die Stichwahl.

25.04.2016
  • NORBERT MAPPES-NIEDIEK

Bei der Volkswahl zum Bundespräsidenten Österreichs hat der Kandidat der rechtspopulistischen FPÖ, Norbert Hofer, nach den Hochrechnung mit mehr als 35 Prozent die weitaus meisten Stimmen bekommen. Es ist das bisher beste Ergebnis der Partei auf Bundesebene. FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl sprach von einem "sensationellen Ergebnis" und kündigte einen "neuen Kurs in der Hofburg" an, dem Sitz des Staatsoberhaupts.

Der 45-Jährige tritt am 22. Mai in der Stichwahl gegen den früheren Grünen-Vorsitzenden Alexander van der Bellen an. Er erreichte nach den Hochrechnungen etwas über 21 Prozent der Stimmen.

Die unabhängige Kandidatin Irmgard Griss kam mit 19 Prozent auf Platz drei. In den ersten Hochrechnungen hatten sie sich noch ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert.

Erstmals werden damit die beiden jahrzehntelang siegverwöhnten Regierungsparteien SPÖ und ÖVP nicht den neuen Bundespräsidenten stellen. Ihre Kandidaten, Rudolf Hundstorfer (SPÖ) und Andreas Khol (ÖVP), landeten mit jeweils um die 11 Prozent auf den Plätzen vier und fünf. Der Bauunternehmer Richard Lugner erreichte 2,3 Prozent.

Peter McDonald, ÖVP-Bundesgeschäftsführer, sagte, seine Partei werde für die Stichwahl keine Empfehlung abgeben.

Die Briefwahlstimmen werden erst heute ausgezählt. Wie viele es insgesamt sind, stand gestern nicht fest. Gut jeder zehnte Wähler hatte eine "Wahlkarte" beantragt, mit der man seine Stimme entweder in einem anderen Wahllokal oder per Brief abgeben kann. Die per Post eingegangen Stimmen sind ins Ergebnis vom Sonntagabend noch nicht eingeflossen.

Im Unterschied zu Deutschland kann der österreichische Bundespräsident aus eigener Machtvollkommenheit einen Bundeskanzler ernennen, die Regierung entlassen und das Parlament auflösen. Weil der FPÖ-Kandidat Hofer angekündigt hatte, von seinem Recht auf Entlassung der Regierung auch Gebrauch machen zu wollen, galt die Wahl als besonders wichtig.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

25.04.2016, 06:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball