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Neuer Schwung für Kombilösung
Die Bauarbeiten an der Karlsruher Kombilösung werden noch ein paar Jahre dauern. Foto: dpa
Bauvorhaben

Neuer Schwung für Kombilösung

2016 geriet Karlsruhes größtes Verkehrsprojekt ins Stocken. Dieses Jahr soll es besser laufen.

05.01.2017
  • LSW

Karlsruhe. Nach einem Jahr voller Schwierigkeiten soll es beim Karlsruher Mammut-Verkehrsprojekt Kombilösung 2017 wieder flotter vorangehen. Bisheriger Tiefpunkt beim insgesamt rund 900 Millionen Euro teuren Vorhaben war im vergangenen Sommer die vorübergehende Einstellung der Bauarbeiten am Südabzweig des U-Bahntunnels unter der Innenstadt. Hintergrund des mehrwöchigen Streits waren finanzielle Forderungen des Unternehmens. Außerdem gab es Probleme beim Baufortschritt.

Sorgen bereitete den Verantwortlichen auch der Bundesrechnungshof, der plötzlich die Wirtschaftlichkeit des zweiten Teils der Kombilösung, den Straßentunnel am südlichen Rand der Innenstadt, infrage stellte. Gerade noch rechtzeitig für die Ausschreibung brachten Anfang Oktober Schreiben von Land und Bund die erlösende Nachricht.

Mittel fließen wie vereinbart

Der 1,6 Kilometer lange Tunnel unter der Kriegsstraße kann gebaut werden. Die Zuschüsse für das Bauwerk, für das allein schon 225 Millionen Euro veranschlagt sind, sollen wie vereinbart fließen. Der Geschäftsführer der Karlsruher Schienen-Infrastrukturgesellschaft, Uwe Konrath, sprach von Verunsicherung und Anspannung bis in den späten Herbst. „Das Grüne Licht aus Berlin spornt uns jetzt an, das Gesamtprojekt auch zu einem guten Ende zu bringen.“

In diesem Jahr soll nun mit dem Umbau der Kriegsstraße begonnen werden. Gleichzeitig strebe der Ausbau der Tunnelstrecke mit sieben Haltestellen dem Ende entgegen. „Gute Aussichten also“, sagte Konrath.

Über das Projekt Kombilösung hatte die Bevölkerung in Karlsruhe 2002 abgestimmt. Mehr als 55 Prozent stimmten für die Kombination aus Straßenbahntunnel unter der Fußgängerzone und Straßentunnel unter der Kriegsstraße. An der Finanzierung beteiligt sich der Bund mit bis zu 60 Prozent. Stadt und Land teilen sich den Rest. dpa

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05.01.2017, 06:00 Uhr

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