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Keine Gefahr für Kinder

Neues Bodengutachten der Spielfläche im Ofterdinger Banweg soll Eltern beruhigen

Die Eltern hatten sich gesorgt: Wenn der Aushub des Baugebiets neben dem Kindergarten Banweg entsorgt werden muss, welche Schadstoffe stecken dann im Boden des Spielplatzes auf dem Areal des Kindergartens? Die Gemeindeverwaltung gab jetzt Entwarnung.

11.10.2012
  • Susanne Wiedmann

Ofterdingen. Keine überschrittenen Grenzwerte, keine Gefahr durch Schadstoffe: Dies ist das Ergebnis eines Bodengutachtens, das die Verwaltung im September in Auftrag gab, um die besorgten Eltern zu beruhigen.

„Die Eltern sagten, der Boden sei verseucht“, sagte Bürgermeister Joseph Reichert am Dienstagabend im Gemeinderat. Jetzt stehe fest: Nichts spricht dagegen, dass die Mädchen und Jungen auf der Freifläche des Kindergartens Banweg spielen. „Keine weiteren Maßnahmen sind erforderlich“, betonte Reichert.

Zur Erinnerung: Auf dem Areal neben dem Kindergarten Banweg sollen – wie bereits berichtet – Wohnhäuser entstehen. Zuvor muss jedoch der Aushub untersucht werden. Denn von 1960 bis 1975 wurden dort die ehemaligen Steinbrüche mit „Abraummaterial“ verfüllt. Ab und zu sei dort wohl auch anderer Abfall hineingelangt. Aber „nur der kleinste Prozentsatz ist Fremdmaterial“, betonte kürzlich der Mössinger Geologe Heiner Terton auf Nachfrage unserer Zeitung. Der verunreinigte Boden muss „richtig verwertet oder entsorgt werden“.

Frank Wolters, Leiter der Abteilung Umwelt und Gewerbe beim Tübinger Landratsamt, bezog sich in einem Artikel des TAGBLATTS vom 1. September auf ein Gutachten des Jahres 2010. Damals wurde das Gelände tiefschürfender untersucht und es wurde festgestellt: Der Arsengehalt sei nicht problematisch für eine Wohnbebauung, aber höher, als für Kinderspielplätze zulässig sei, erklärte Wolters. Deshalb wurde im folgenden Jahr noch geklärt, ob das Arsen vom menschlichen Körper überhaupt aufgenommen werden kann. „Nur zu drei bis vier Prozent ist es in dieser Form resorptionsfähig.“

Auf diese Aussage bezog sich nun die Anfrage eines Anwohners an den Bürgermeister: Wie werde die Gemeinde mit der Tatsache umgehen, „dass der Aushubbereich, innerhalb dessen die Belastungsgrenze so hoch ist, dass der Arsengehalt keine Kinderspielplatzbebauung zulässt, bis in den Kindergarten Banweg reicht“, schrieb der Vater an Bürgermeister Reichert und trug seine Bedenken zusätzlich dem Gemeinderat vor.

Daraufhin gab die Verwaltung für 2500 Euro das jetzige Bodengutachten in Auftrag – nach den Vorgaben des Bundesbodenschutzgesetzes und der Altlastenverordnung.

Das Areal westlich des Kindergartens Banweg wird in den nächsten Monaten erschlossen. Rund 35 Bauplätze für Wohnhäuser sollen dort entstehen. Im nächsten Jahr könnten die ersten Häuser gebaut werden. In diesem Gebiet wurden früher Arietenkalke abgebaut. Mit dem „blauen Stein“ errichteten die Ofterdinger Fundamente und Kellergewölbe.

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11.10.2012, 12:00 Uhr

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