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Im Marktkauf geht es weiter

Neues Konzept für die Nutzung im Gemeinderat vorgestellt

Für den Marktkauf in der Eugenstraße gibt es nach der Absage des Sportartikelhändlers Decathlon jetzt eine neue Konzeption.

24.05.2012
  • Gernot Stegert

Tübingen. Das Gebäude hat einen „gigantischen Investitionsstau“, berichtete Baubürgermeister Cord Soehlke am Montagabend im Planungsausschuss des Tübinger Gemeinderats. Doch nun gehe es voran. Die Firma Edeka als Pächter hat der Verwaltung ein neues Konzept vorgelegt. Das war nötig, nachdem Decathlon im Februar kurzfristig abgesagt hatte. Um die Ansiedlung hatte es zuvor eine heftige Debatte in Tübingen gegeben.

Nach dem neuen Konzept wird Edeka der Hauptnutzer des Gebäudes bleiben. Doch statt des Marktkaufs soll ein etwas kleinerer E-Center (Edeka-Markt) betrieben werden. Für den Supermarkt ist eine Verkaufsfläche von 4800 Quadratmetern geplant. Er beginnt bereits im Erdgeschoss und nimmt dann etwa drei Viertel des Obergeschosses ein. Der Marktkauf verfügt über 6600 Quadratmeter.

Die 1800 Quadratmeter weniger sind vor allem der jetzige Eingangsbereich des Marktkaufs, wo sich noch Textilien befinden. Diese Fläche kann für weitere Geschäfte genutzt werden. Ähnliches wäre laut Konzept auch für den Bereich der bisherigen Gaststätte/Spielhalle im Obergeschoss möglich.

Edeka will nach eigener Aussage weiter mit Deichmann, der Apotheke und dem Schlüsseldienst im Haus zusammenarbeiten. Bei den neuen Geschäften ist an Textilien, Elektronik, Wohnaccessoires und Optiker gedacht. „Aus unserer Sicht besteht keine Beeinträchtigung der Innenstadt“, erklärte Soehlke. Weder die Sortimente noch die Flächen (alle liegen unter 600 Quadratmetern) seien innenstadtrelevant.

Gottfried Gehr (WUT) betonte in der Aussprache: „Mir ist wichtig, dass der Standort nicht abgewertet wird.“ Dann könne man beim Sortiment auch großzügig sein. Baubürgermeister Soehlke erklärte zum Marktkauf-Gebäude insgesamt: „Wir würden es so gewiss nicht neu so bauen, aber wir können mit der Lösung jetzt leben.“

Klaus te Wildt (SPD) fragte, ob die Pläne mit dem Handels- und Gewerbeverein (HGV) abgestimmt seien. Soehlke verneinte, was der SPD-Vertreter bedauerte: „Das könnte Ärger geben.“ Auch Sabine Lüllich (CDU) vermisste eine Absprache mit dem Handel. Soehlke versprach daraufhin: „Wir werden den HGV informieren.“ Widerspruch zu den neuen Marktkaufplänen regte sich nicht.

Neues Konzept für die Nutzung im Gemeinderat vorgestellt
Gebäude mit Investitionsstau: Der Tübinger Marktkauf in der Eugenstraße.

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24.05.2012, 12:00 Uhr

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