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Neues Leben entsteht auf dem Gelände der „Alten Mälzerei“
Neun Wohnungen im vorderen und zwölf Wohnungen im hinteren Gebäude sehen die Pläne von Hansjörg und Georg Bosch für zwei Mehrfamilien-Häuser auf dem Renfrizhauser „Bosch-Areal“ vor. Grafik: Bosch
Ortsentwicklung

Neues Leben entsteht auf dem Gelände der „Alten Mälzerei“

Hansjörg Bosch möchte auf dem „Bosch-Areal“ in Renfrizhausen zwei Mehrfamilien-Häuser mit zirka 20 barrierefreien Eigentumswohnungen bauen. Die Remise könnte stehenbleiben und den Dorfgemeinschaftsraum beherbergen. Von Cristina Priotto

12.07.2018
  • Cristina Priotto

Die seit Jahrzehnten ungenutzte Fläche auf dem „Bosch-Areal“ in der Renfrizhauser Ortsmitte könnte schon bald durch die Bewohner zweier moderner Neubauten belebt werden – wenn die Pläne von Grundstückseigentümer Hansjörg Bosch und seinem Sohn Georg Bosch aufgehen.

Senior und Junior haben vor, auf dem rund 2400 Quadratmeter großen Gelände zwei jeweils dreigeschossige Gebäude mit barrierefreien Eigentumswohnungen zu errichten. „Das soll auch ein Beitrag zur Neugestaltung des Ortskerns sein“, schreibt Bosch, der seit vielen Jahren im nordrhein-westfälischen Meckenheim lebt, in einem Brief, der der SÜDWEST PRESSE vorliegt, an die Bürger von Renfrizhausen. Der Inhaber des „Bosch-Areals“ zwischen dem Volksbank-Areal und der Straße „Obere Gärten“ hat sich bei der Entwurfsplanung an den Vorschlägen aus der Integrierten Stadtentwicklungskonzeption aus dem Jahr 2014 orientiert. Eines der Hauptziele darin lautete, für die städtebaulich ungeordnete Fläche im Sinne der innerörtlichen Nachverdichtung einen weiteren Geschosswohnungsbau mit altersgerechten Wohnungen anzustreben.

Der Eigentümer und Investor sagte am gestrigen Mittwoch im Gespräch mit unserer Zeitung: „Die Planung ist schon seit längerer Zeit konkreit, es laufen Gespräche mit der Stadtverwaltung über die vorgesehene Bebauung“. Die Stadt hat die Entwürfe von Georg Bosch, einem Architekten aus Berlin, von den Stuttgarter Städteplanern des Büros Pesch & Partner überprüfen lassen.

Den Renfrizhauser Ortschaftsräten hat Hansjörg Bosch die Ideen in einer nicht-öffentlichen Sitzung bereits vorgestellt. „Da war die Resonanz überraschend gut“, berichtet der Investor.

Konkret sieht das Bosch-Vorhaben vor, im ersten, mit rund 320 Quadratmetern Fläche etwas kleineren Gebäude, neun altersgerechte, barrierefreie Eigentumswohnungen mit Flächen zwischen jeweils 50 und 90 Quadratmetern zu bauen. Denn der Eigentümer des Grundstücks strebt einen „Wohnungsbau für alle Generationen“ an – für Paare, Alleinstehende und Senioren ebenso wie für junge Familien mit Kindern.

Das zweite Mehrfamilien-Haus soll mit einer Gesamtfläche von etwa 390 Quadratmetern etwa zwölf Wohnungen umfassen. Ein Flyer zeigt eine mögliche Aufteilung. „Dies sind nur unverbindliche Vorentwürfe. Die Kubatur, die Grundrisse, die genauen Formen und Konstellationen sind nicht endgültig, sondern noch gestaltbar“, betont Hansjörg Bosch.

Alle Ebenen mit den Garagen im Sockelgeschoss sollen durch einen Lift erschlossen werden.

Zwischen beiden Baukörpern soll ein halboffener Platz als gärtnerisch gestalteter Hof entstehen.

Über die genaue Bauausführung verhandelt Bosch derzeit mit Bauträgern. „Denkbar wäre auch eine Eigentümergemeinschaft“, zeigt sich der Investor offen. Neun Interessenten wären dafür nötig. Einige Gespräche mit potenziellen Käufern hat der Grundstücksbesitzer schon geführt. Einen Anschub für den Einstieg in die Vermarktung erhoffen sich Vater und Sohn Bosch von einem Infoabend am 20. Juli im evangelischen Gemeindehaus. Sowohl der Besitzer als auch der Architekt werden bei diesem Termin dabei sein und Fragen der Bürger beantworten.

Hansjörg Bosch hofft danach auf einen möglichst baldigen Baustart. „Ich möchte mich altershalber von diesem Grundstück und -besitz trennen“, sagt der Wahl-Westfale über den Zeitpunkt.

Das Gelände ist von drei Seiten erschlossen: Von der Ortsmitte an die Herrenstraße, von der Bushaltestelle in der Kronenstraße sowie rückseitig von den Oberen Gärten. Der Platz zwischen den Gebäuden soll autofrei bleiben.

Die Remise – der Fachwerkbau entlang der Kronenstraße – soll als ortstypisches Bauwerk erhalten bleiben. Dort plant eine Initiative die Einrichtung eines Dorfgemeinschaftsraums.

Warum „Bosch-Areal“?

Das Grundstück in der Ortsmitte von Renfrizhausen gehörte früher dem Ehepaar Wegenast. Die Frau war eine geborene Bosch. Die Ehe blieb

kinderlos, weshalb die Frau nach

einem geeigneten Nachfolger suchte. Fündig wurde das Ehepaar bei einer Familie mit 13 Kindern. Die Wahl fiel auf Otto Bosch, der dort für lange Zeit eine Bierbrauerei betrieb. Aus dem Braugetreide wurde in der Mälzerei bis in die 1970er-Jahre Malz hergestellt, danach Getreide gelagert. Otto Bosch war der Großvater des aktuellen

Besitzers Hansjörg Bosch. Dessen Sohn Georg lebt in Berlin.

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12.07.2018, 01:00 Uhr

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