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Zum Grabert-Freispruch

Nicht entschuldigt

Zum Grabert-Freispruch und dem Bericht „Sprachlich entgleist“.

05.09.2014

O je, was ist nur mit dem Sprachverständnis los? Die Behauptung des Untertitels „Richterin entschuldigt sich für Formulierung“ ist eindeutig unzutreffend (falsch). In dem Zeitungsartikel heißt es unter anderem, dass das Tübinger Landgericht sich zu einer Erklärung veranlasst sah, wonach der Vorsitzenden Richterin eine sprachliche Fehlleistung unterlaufen sei. Die Richterin bedaure die „verunglückte Formulierung“ sehr.

Eine korrekte Entschuldigung zeichnet sich durch eine Bitte um Vergebung oder Verzeihung aus. Damit gesteht man eine (moralische) Verfehlung ein. Ein solches Eingeständnis ist sicher nicht ganz einfach, denn es erfordert eine gewisse menschliche Größe. Mir ist nicht bekannt, dass die Richterin persönlich wegen der verunglückten Formulierung (bisher) um Verzeihung gebeten hätte.

Friedrich Linnemann, Kusterdingen

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05.09.2014, 12:00 Uhr

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