Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Nicht erwähnt

Zum Leserbrief von Albert Bodenmiller über Eugen Bolz (30. Dezember).

07.01.2017
  • Andreas Kroll

Eugen Bolz hat als württembergischer Staatspräsident am 24. März 1933 im Reichstag, wie auch seine gesamte Zentrumspartei, selbst für Hitlers Ermächtigungsgesetz gestimmt. Er hat damit also selbst dafür gesorgt, dass er als Staatspräsident abgesetzt werden konnte. In Stuttgart wird Eugen Bolz als Staatspräsident durch den Nazi Wilhelm Murr abgelöst – mit seiner eigenen (Bolz) und den Stimmen seiner ganzen Zentrums-Fraktion.

Im Leserbrief von Herrn Bodenmiller wird dies nicht erwähnt, nur die Folge, also die
Absetzung durch die Nationalsozialisten.

Im März 1933 war Eugen Bolz noch kein entschiedener Gegner der Nationalsozialisten: er hat für das Ermächtigungsgesetz Hitlers gestimmt. Im März 1933 wird Hitler Reichskanzler, und Bolz kommentiert: „Wir sind nicht dagegen ... Wir sind seit Monaten davon überzeugt, dass die Kanzlerschaft Hitlers eine politische Notwendigkeit geworden ist.“ Was ihm vorschwebt, ist ein „Diktator auf Zeit“, ein christlich und national eingestellter Regent, gestützt auf eine „Notgemeinschaft der Parteien“.

(Siehe auch „Der Sklavenstaat muss verschwinden“ von Peter Henkel, 24. Dezember 2014 in „Kontext-Wochenzeitung“, Ausgabe 195.)

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

07.01.2017, 01:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Wirtschaft im Profil

Die aktuelle Ausgabe unseres Business-Magazins Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball