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Kommentar

Nicht mehr als ein Symbol

Die Deutsche Bank streicht 9000 Stellen und macht fast 200 Filialen dicht, weil sie Milliarden an Strafen und Vergleichen zahlen muss für fragwürdige Geschäfte in der Vergangenheit.

18.11.2016
  • ROLF OBERTREIS

Damals saßen Josef Ackermann und Anshu Jain am Ruder und fuhren für die Bank fette Gewinne ein. Doch der Schweizer und der als „Regenmacher“ gelobte Brite waren letztlich Vorboten schwerer Stürme, die die Bank fast hinweg geweht haben.

Insofern ist es nicht nur recht und billig, sondern eine Pflicht, dass der Aufsichtsrat zum einen noch nicht gezahlte Boni zurückhält und prüft, ob millionenschwere Erfolgs-Beteiligungen zurückgeholt werden können. Aber vor Illusionen sei gewarnt: Es wird schwer werden, an das Geld zu kommen.

Rechtlich wird den Bankern bislang nichts vorgeworfen, es gibt keine Klagen, allenfalls Vermutungen der Finanzaufsicht Bafin und nur im Fall auf Jain. Nachgewiesen ist also nicht, dass sie direkt für die Skandale verantwortlich waren.

Im Übrigen dürfte die Bank auf Prozesse gegen ihre Ex-Chefs kaum Wert legen, weil dann die Skandale wieder aufgerollt würden. Vorstandschef John Cryan will die Vergangenheit möglichst schnell abhaken.

Mehr als ein Symbol wären zweistellige Millionen-Rückzahlungen ohnehin nicht – im Vergleich zu den vielen Milliarden, die man schon bezahlt hat.

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18.11.2016, 06:00 Uhr

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