Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Nichts als Ärger mit Ivanka
Ivanka Trump und Jared Kushner machen Ärger. Foto: dpa
USA

Nichts als Ärger mit Ivanka

Donald Trumps Tochter und ihr Ehemann liegen im Clinch mit den Nachbarn in ihrem elitären Wohngebiet.

05.04.2017
  • PETER DE THIER

Washington. Ivanka Trump, die ältere Tochter des US-Präsidenten, fällt Passanten in Washington nicht nur beim Einkaufen und auf Cocktail-Partys auf. Aufsehen erregen die 35-Jährige und ihre Familie vor allem in der elitären Nachbarschaft Kalorama. Rabiate Sicherheitsbeamte, laute Feten und Berge von Müll, die sich am Straßenrand türmen: Es sind Szenen, die Hauseigentümer in der feinen Nachbarschaft wenige Kilometer vom Weißen Haus nicht gewohnt sind.

Dort, wo Botschafter ihre Residenz haben, Amazon-Chef Jeff Bezos ein Haus gekauft hat, die Obamas seit dem Regierungswechsel einen Wohnsitz haben und auch Außenminister Rex Tillerson jetzt lebt, hält man sich diskret zurück und respektiert die Privatsphäre der Nachbarn. Seit Ivanka Trump, Ehemann Jared Kushner und ihre drei Kinder die Luxusvilla bezogen haben, gelten andere Gesetze.

Nachbarn sind unter anderem darüber erzürnt, dass der Secret Service Straßen abgesperrt hat und sie Mühe haben, mit dem Auto das eigene Haus zu erreichen. Einen Höhepunkt erreichte der Ärger kürzlich, als die Stadt vor dem Privathaus zweier bekannter Rechtsanwälte ein Parkverbot anordnete. Zusammen mit anderen Hauseigentümern beschwerte sich das betroffene Ehepaar bei Washingtons Bürgermeisterin Muriel Bowser.

Parkverbot vor Privatgrundstück

Probleme hatte das Anwaltspaar nicht nur mit dem Parkverbot vor einem privaten Grundstück, sondern auch dem Verhalten der Secret-Service-Agenten. Deren Limousinen versperrten nämlich mehrere Garageneinfahrten. Aufdringlich finden mehrere Anwohner zudem, dass die Beamten in der Öffentlichkeit ihre Hemden wechseln und so laut miteinander reden, dass sie selbst hinter den dicken Steinwänden der Fünf-Millionen-Dollar-Villen zu hören sind.

Anstoß nehmen Nachbarn auch an dem dreisten, pompösen Auftreten der Präsidententochter. So wird Ivanka jeden Tag von einer Kolonne aus vier gepanzerten Limousinen, die überall den Verkehr zum Stillstand bringen, zur Arbeit, zum Einkaufen oder zu gesellschaftlichen Veranstaltungen begleitet und abends wieder nach Haus gebracht. „Wir waren hier immer unsere Ruhe gewohnt“ sagte Marietta Robinson, die gegenüber der Kushner-Familie lebt. „Doch mittlerweile ist die ganze Nachbarschaft in eine Zirkusmanege ausgeartet.“

Zwar führte die Petition gegen das Parkverbot zum Erfolg: Die Schilder wurden entfernt. Doch die Straßensperren, die dicken Limousinen und die lauten Sicherheitsbeamten sind geblieben.

„Das Ganze ist symptomatisch für den Trump-Clan“ sagte der frühere Kongressabgeordnete Toby Moffett, der auch in Kalorama lebt. „Wo auch immer sie hingehen, drängeln sie sich mit Ellenbogenmentalität nach vorn und nehmen keine Rücksicht auf andere.“ Peter De Thier

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

05.04.2017, 06:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball