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Architektur

Nichts geht mehr am Gewa-Tower

Bauherr in der Krise: Baresel zieht seine Arbeiter vom 107 Meter hohen Wohnturm in Fellbach ab.

18.11.2016
  • INGRID SACHSENMAIER

Fellbach. Rien ne va plus auf der Baustelle des dritthöchsten Wohngebäudes von Deutschland, dem Gewa-Tower in Fellbach. Vor ein paar Tagen hat der mit dem Bau beauftragte General-Unternehmer Baresel aus Leinfelden-Echterdingen dort seine Bauarbeiter abgezogen. „Wir warten auf Geld“, sagt ein leitender Mitarbeiter von Baresel und bestätigt, dass es Finanzierungsprobleme gebe.

Baresel pocht auf die abgeschlossenen Verträge. „Wir wollen den Bau fertig machen, zu den vereinbarten Bedingungen.“ Es gehe im Moment nur um die Finanzen, andere Themen würden derzeit mit der Gewa 5 to 1 GmbH & Co. KG der Familie Warbanoff, die ihren Sitz in Esslingen hat, nicht diskutiert. Man befinde sich in Klärung mit dem Bauherrn: „Es gibt keinen Streit.“

Juniorchef Mark G. Warbanoff gibt sich zuversichtlich, auch wenn die Entscheidung von Baresel, den Bau zu stoppen, für den Bauherrn offenbar überraschend kam. Bei ihm laufen seitdem „die Telefone heiß“. Wenn das nur auch so wäre beim Verkauf der Luxuswohnungen in den obersten Stockwerken des 107 Meter hohen Towers an der Schorndorfer Straße in Fellbach. 45 der insgesamt 66 Wohnungen sind laut Warbanoff verkauft, für das oberste Drittel der insgesamt 34 Etagen fehlten derzeit die Käufer. Seniorchef Michael G. Warbanoff hatte beim Richtfest vor zwei Monaten, am 9. September, noch verkündet und in Aussicht gestellt, dass im Sommer die ersten Wohnungen bezogen werden könnten.

Um den Wohnturm, das Hotel an seinem Fuß und die Randbebauung zu finanzieren, hat der Bauherr eine 35-Millionen-Anleihe aufgelegt. Das Wertpapier ist mit nominal 6,5 Prozent verzinst und hat eine vierjährige Laufzeit bis zum 24. März 2018. Sein Kurs befindet sich derzeit im freien Fall. Ingrid Sachsenmaier

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18.11.2016, 06:00 Uhr

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