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Volleyball: Sven Metzger spielt erstmals von Beginn an in der Bundesliga

„Nie zu träumen erlaubt“

Für Rottenburgs Sven Metzger (20) war die Partie gegen Haching eine ganz besondere: Der Außenangreifer gab sein Erstliga-Debüt in der Anfangsformation. Vor wenigen Jahren saß Metzger noch auf der Tribüne und jubelte dem TVR zu.

12.11.2012
  • Vincent meissner

Tübingen. Erst am Samstagfrüh war klar, dass Sven Metzger für den angeschlagenen Kapitän René Bahlburg beginnen wird. Entsprechend angespannt war der Neuzugang, der aus Friedrichshafen vom Nachwuchsteam des Deutschen Rekordmeisters kam. „Aber ich habe versucht, die Nervosität so gut wie möglich zu unterdrücken“, sagte Metzger nach der Begegnung. „Und die Mannschaft hat mir sehr geholfen, indem sie mir Mut zugesprochen und mir Tipps gegeben hat.“

Ob es nun der richtige Gegner fürs erste Spiel von Beginn an in der Bundesliga war oder nicht, darüber war sich Metzger selbst nicht ganz einig: „Einerseits ist es schwer gegen einen Gegner wie Haching, der einfach auf einem anderen Niveau spielt als wir“, argumentierte er. „Andererseits verlangt in einem solchen Spiel niemand einen Sieg.“

Seine Leistung bewertete er so: „Es war ein auf und ab. In den entscheidenden Phasen hat’s ganz gut geklappt. Aber da ist noch Luft nach oben.“ Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger war voll des Lobes: „Ich habe höchsten Respekt“, sagte er. „Sven hat ein supergeiles Spiel gemacht in der Annahme. Natürlich geht da auch mal ein Ball raus. Aber wer will ihm das verdenken.“

Offensiv kam Metzger gut ins Spiel: Mit einem Schmetterball machte er im ersten Satz das 3:0 für Rottenburg. In der Abwehr fehlte freilich ab und zu noch die Abstimmung. Etwa beim 12:10 für Haching in Durchgang eins, als der Ball nach der Angabe von Hachings Roy Friedrich zwischen Metzger und Libero Willy Belizer ins Feld plumpste.

Nach dem Spiel musste Metzger eine ganze Menge Autogramme geben – auf Saison-Heftchen, T-Shirts und Bälle. Vor ein paar Jahren saß Metzger noch selbst auf der Tribüne in der Tübinger Arena und jubelte den Rottenburger Erstliga-Volleyballern zu. Vor allem für Matthias Pompe schwärmte er. Der hatte ihn nämlich als Jugendspieler vom VfL Sindelfingen zum TVR geholt. Nun fliegt Metzger selbst über den rosaroten Hallenboden und schmettert. „Dass das mal so kommt, hätte ich mir damals nie zu träumen erlaubt“, sagt er. Und Trainer Müller-Angstenberger freut sich: „Es ist toll, dass ein Rottenburger Eigengewächs das geschafft hat.“ Und beim nächsten Einsatz von Beginn an wird auch die Nervosität geringer sein.

„Nie zu träumen erlaubt“
Artistische Abwehr zum Bundesliga-Einstand in der Startformation: Rottenburgs Sven Metzger rettet per Hechtsprung.

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12.11.2012, 12:00 Uhr

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