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Niedlich? Aber nicht doch

28.11.2016

Von ULRIKE SOSALLA

Ein graues amerikanisches Eichhörnchen. Foto: dpa

Ulm. Sie glauben vermutlich, dass Eichhörnchen harmlose, possierliche Tiere sind. Herzerfrischend anzusehen, wenn sie mit ihrem buschigen Schwanz auf einem Ast sitzen und an einer Nuss nagen. Sie irren sich. Eichhörnchen sind gefährlich: Überfälle, Stromausfälle und Computerpannen gehen auf ihr Konto.

Am eigenen Leib erleben musste das ein Stadtrat aus Chicago. Im Oktober hatte er die Eichhörnchen seiner Stadt öffentlich kritisiert, sie mit harschen Worten als „aggressive Nager“ bezeichnet, die sich rücksichtlos durch die Plastikmülleimer der Stadtverwaltung fräßen.

Die Rache folgte auf dem Fuße, oder besser: auf dem Rad: Als Howard Brookins Jr wenige Wochen später durch einen Park radelte, stürzte sich ein Eichhörnchen in die Speichen seines Vorderrades und brachte ihn äußerst schmerzhaft zu Fall. „Ich kann mir keinen anderen Grund für diese Aktion vorstellen als dass es wie ein Selbstmordattentäter handelte, aus Rache“, sagte Brookins der „Star Tribune“.

Zu weit hergeholt? Sicherheitsforscher, die Strom- und Computernetze überwachen, sehen das anders. In den USA gab es in den vergangenen 35 Jahren keinen einzigen Beleg für einen Stromausfall durch einen Hackerangriff – aber 716 dokumentierte Fälle, in denen Eichhörnchen Strom- oder Computerkabel bis zum Blackout durchnagten. In wessen Auftrag die Tiere handelten, ist allerdings nicht belegt.

Ulrike Sosalla

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Erstellt:
28. November 2016, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
28. November 2016, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 28. November 2016, 06:00 Uhr

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