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Taxifahrer

Niedriglöhner am Lenkrad

Sie haben einen anstrengenden Job. Dabei ist für viele nicht einmal eine ordentliche Bezahlung sicher.

04.07.2017

Von DPA

Berlin. Taxikunden in Deutschland sind oft mit schlecht verdienenden Fahrern unterwegs. Neun von zehn Taxifahrern arbeiten für niedrige Löhne. Von den mehr als 39 000 Vollzeitbeschäftigten der Branche verdienten zuletzt 87 Prozent weniger als die Niedriglohnschwelle von 2056 EUR brutto im Monat. Das zeigen Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) von 2015.

Die Hälfte der Fahrer verdiente 1503 EUR brutto oder weniger. Anfang 2015 wurde der Mindestlohn von 8,50 EUR in Deutschland eingeführt. Damals wurde die Fahrt im Taxi im Schnitt laut Bundesbank um 5,2 Prozent teurer. Unter den Taxifahrern in Vollzeit bezogen laut BA 10,5 Prozent zusätzlich zu ihrem Einkommen Hartz IV als aufstockende Leistung. Über alle Branchen hinweg waren es nur 0,8 Prozent Aufstocker.

Die Branche betont, der Mindestlohn sei „in großen Teilen“ umgesetzt, wie der Präsident des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbands, Michael Müller, sagte. Selbst eine Bezahlung nach Mindestlohn sei nicht „der Kracher“, räumte Müller ein. Dabei bekommen Arbeitnehmer ein Grundeinkommen plus Provisionen.

Linksfraktionsvize Sabine Zimmermann nannte die Verdienstsituation „am Rande des Erträglichen“. „Die Beschäftigten fahren lange Schichten, oft nachts, und sind zunehmend Gefahren ausgesetzt“, sagte sie. „Hier muss etwas getan werden, damit der Berufsstand für gute Arbeit wieder gutes Geld bekommt.“ dpa

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Erstellt:
4. Juli 2017, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
4. Juli 2017, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 4. Juli 2017, 06:00 Uhr

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