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Mit Engelszungen

Nimm die Stunden wie sie kommen

Wenn ich im Zug sitze und pubertierende Schüler auf dem Sitz hinter mir prustend und kichernd die neuesten Computerspiele durchhecheln, dann wünsche ich mir einen Alterssitz in der Ersten Klasse. Immerhin stehen sie noch nicht auf, wenn ich mit leicht schwankenden Schritten in den Stadtbus steige und mich mühselig an den Haltestangen festklammere, während sich der Busfahrer in die Kurven legt wie weiland Niki Lauda. Das Alter „ist die Zeit, wo die Erinnerung an die Stelle der Hoffnung tritt“, schrieb Wilhelm Raabe. Von wegen.

28.11.2014

Von Matthias Reichert

Ich kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern, dass ich je auf etwas gehofft hätte. Außer auf das große Los, ewige Jugend sowie einen habhaften Büchergutschein, den ich dann doch nicht zum Weihnachtsfest bekommen habe.Silbrige Fäden durchziehen mein Haupthaar. „Die sind auch nicht schwerer“, sagt mein Friseur zu den grauen Vorboten des Alters. Das beruhigt mich ein wenig. Mehr beruhigen w...

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Erstellt:
28. November 2014, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
28. November 2014, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 28. November 2014, 12:00 Uhr

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