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Noch-Minister Stoch kandidiert als Fraktionschef
Andreas Stoch: Vom Kultusminister zum SPD-Fraktionschef? Foto: dpa

Noch-Minister Stoch kandidiert als Fraktionschef

Der bisherige Kultusminister Andreas Stoch (SPD) stellt sich als Chef seiner Fraktion im Landtag zur Wahl. Für die Ankündigung erntete er Beifall.

06.04.2016
  • EB/DPA

Stuttgart. Bei der Sitzung der SPD-Landtagsabgeordneten am kommenden Dienstag will der 46-jährige Andreas Stoch für die Fraktionsspitze kandidieren. Das teilte die Fraktion gestern in Stuttgart mit. Der langjährige Fraktionschef Claus Schmiedel hatte den Einzug in den Landtag am 13. März verfehlt. "Nachdem nun klar ist, dass die SPD in dieser Legislaturperiode die Oppositionsrolle ausüben wird, gab es keinen Grund mehr, die Wahl des Fraktionschefs länger hinauszuzögern", sagte Fraktionsvize Martin Rivoir. Man wolle an der Spitze "volle Handlungs- und Sprachfähigkeit nach innen wie außen" herstellen. Die Fraktion habe einstimmig beschlossen, die Wahl kommende Woche auf die Tagesordnung zu setzen. Stochs Angekündigung sei in der Fraktion mit Beifall aufgenommen worden, teilte Rivoir mit. Bis zur Abstimmung will der Heidenheimer Landtagsabgeordnete weitere Gespräche führen.

Mit hartnäckigen Fragen, pointierten Kommentaren und klaren Analysen hatte sich der Jurist Stoch in zwei Landtags-Untersuchungsausschüssen für höhere Weihen empfohlen. Managerqualitäten bewies er schon als Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion.

Anfang 2013 wechselte Stoch an die Spitze des Kultusministeriums. Der schlanke 46-Jährige mit Brille löste die glücklose Ministerin Gabriele Warminsky-Leitheißer (SPD) im landespolitischen Schlüsselressort ab. Die Lehrerverbände loben, dass der Nicht-Fachmann sich in kurzer Zeit eingearbeitet habe. Jetzt muss sich Stoch nach der Wahlniederlage der SPD auf der Oppositionsbank bewähren - wenn es seine Fraktion will, als deren Chef.

Die SPD erhielt bei der Wahl am 13. März 12,7 Prozent nach 23,1 Prozent 2011. Die Fraktion schrumpfte von 35 auf 19 Mitglieder. Als Übergangsspitze wurde das Trio Martin Rivoir, Stefan Fulst-Blei und Wolfgang Drexler gewählt.

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06.04.2016, 06:00 Uhr

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