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„So viel Unfähigkeit“

Noch mehr Beschwerden über Kabel BW

Nach mehreren TAGBLATT-Berichten über Pannen bei Kabel BW meldeten sich noch weitere verärgerte Kunden. Das Unternehmen spricht von einer „Anhäufung von Einzelfällen“ und gelobt Besserung.

08.07.2014
  • Volker Rekittke

Kreis Tübingen. Am 2. Juni um 11 Uhr war auf einmal das Telefon tot. Auch das Internet tat nicht mehr. Danach stritt sich Hans-Werner Stahl wochenlang mit Callcenter-Mitarbeitern von Kabel BW, schrieb zuletzt einen Brief an den Vorstand des Unternehmens: „So viel Unfähigkeit und Chaos hab ich noch nie erlebt“, sagt der Rottenburger. Mittlerweile ist er wieder erreichbar, „aber die alten Telefonnummern sind weg“. Was für ihn „auch beruflich eine Katastrophe ist“.

In dem Artikel „Viel Ärger über Kabel BW“ (28. Juni) ging es auch um einen angeblichen „Medienberater“ der Firma, von dem sich Kunden in Tübingen belästigt oder sogar bedroht fühlten. Ein Mössinger erinnerte sich daraufhin an einen ähnlichen Fall aus dem vergangenen Jahr. Ein „freier Mitarbeiter von Kabel BW“ habe im Juli plötzlich vor seiner Haustüre gestanden, „penetrant“ Einlass verlangt, sei schließlich sogar „unverschämt“ geworden. Er wolle prüfen, ob im Haus TV-Dosen sind, die er plombieren müsse. „Ich habe ihn schließlich rausgeworfen.“

Ein Tübinger berichtet über ständige Störungen bei Internet und Telefon „bis zum Totalausfall“. Melde er das, bekomme er meist zu hören: „In Ihrem Bereich liegt keine Störung vor. Sollten sie einen Techniker benötigen, kommen bei Eigenverschuldung Kosten auf sie zu.“ Was den Kunden aber noch mehr ärgert: „Kabel BW weigert sich, außer Das Erste und ZDF die weiteren öffentlich-rechtlichen Sender in HD einzuspeisen.“ Mit einer Satellitenschüssel könne man kostenlos alle Programme in hochauflösender HD-Qualität empfangen, mit dem kostenpflichtigen Kabelfernsehen von Kabel BW nicht.

Nach mehrfachen TAGBLATT-Anfragen meldete sich auch Unitymedia/Kabel BW zu Wort: „Wir schauen uns die Rückmeldungen der Kunden genau an, analysieren die Fälle und steuern bei den Prozessen gegen, sollte sich Optimierungspotenzial zeigen“, so Firmensprecher Helge Buchheister. Er räumt ein, dass es durch „Umbaumaßnahmen“ und Umstellungen bei der Senderbelegung zu einigen Störungen kam. Es sei „nicht immer gelungen, den gewohnten Service zu halten“. Jedoch: „Inzwischen sind die Umbauarbeiten erfolgreich abgeschlossen, die Systeme und das Netz stabilisiert.“


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