Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Das Sudhaus wird erweitert

Noch mehr Parkplatz-Suchverkehr für die Gartenstadt

Es war genau 22.22 Uhr, als am Montagabend die Stadt Tübingen Bauherrin für den Sudhaus-Anbau wurde. Damit fasste der Gemeinderat auch den Baubeschluss. Nur mit den Gartenstadt-Bewohnern muss noch weiter verhandelt werden.

25.07.2012
  • Sabine Lohr

Tübingen. Es liege nun ein „schlüssiges Gesamtkonzept“ für die Sudhaus-Erweiterung vor, sagte Hochbauamts-Leiter Andreas Haas im Gemeinderat. Um nun auch wirklich bauen zu können, muss die Stadt die Bauherrschaft übernehmen und Planungsaufträge vergeben. Schließlich schießt die Stadt ja auch einen erheblichen Kostenanteil zu den veranschlagten 3,2 Millionen Euro zu. Mit rund 1,1 Millionen Euro beteiligt sich die Stadt am Erweiterungsbau. Dazu kommen jetzt noch einmal knapp 720.000 Euro, die das Sudhaus in Raten zurückzahlt. Auch das Gebäude selbst und die Technik werden vom Sudhaus in Raten abgetragen. Vom Land bekommt der Verein einen Zuschuss von über einer Million Euro. Der Baubeginn ist für den kommenden Januar geplant.

Kern des Anbaus ist der große Veranstaltungssaal, in den 880 Besucher passen – wenn sie stehen. Bestuhlt ist für 464 Besucher Platz. Dieser Saal ist mit moderner Veranstaltungstechnik ausgestattet, womit „Möglichkeiten geschaffen werden für Produktionen, die bisher in Tübingen keinen Raum hatten“. Das macht vor allem den Gartenstadt-Bewohnern Sorge. Die nämlich leiden heute schon unter dem Verkehr der Parkplatz-Suchenden, wenn im Sudhaus Konzerte oder Partys laufen. Denn der Parkplatz direkt vor dem Haus reicht bei Weitem nicht aus – und kann auch nach der Haus-Erweiterung nicht vergrößert werden.

Am liebsten hätten die Gartenstadt-Bewohner keine Partys mehr im Sudhaus, berichtete Baubürgermeister Cord Soehlke, der bei Gesprächen mit Bewohnern dabei war. Die Sudhaus-Betreiber hätten deshalb versprochen, künftig weniger Partys auszurichten – maximal 25 im Jahr. Und sie haben noch andere Ideen, wie sie den Gartenstädtern helfen können: Mit einem Shuttle-Bus vom Europaplatz aus und mit One-Way-Tickets, mit denen Konzertbesuchern nur einmal der Zutritt gestattet ist. Außerdem verhandelt die Stadt laut Soehlke zur Zeit über den Ankauf einer Fläche neben dem Sudhaus, auf dem Parkplätze eingerichtet werden könnten. „Es gibt aber noch deutliche Differenzen zwischen den Anwohnern und dem Sudhaus“, sagte Soehlke. Er sei sich jedoch sicher, dass ein Kompromiss gefunden wird, „der vieles verbessert“. Nicht so sicher sei er indes, dass am Ende wirklich alle komplett zufrieden sind.

Oberbürgermeister Boris Palmer machte den Anwohnern wenig Hoffnung auf eine andauernde Verbesserung: „Selbstverständlich werden wir eine Regelung finden. Aber die Situation wird bei großen Veranstaltungen im Sudhaus eher schlechter werden als bisher“, sagte er.

Noch mehr Parkplatz-Suchverkehr für die Gartenstadt

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

25.07.2012, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball