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Kommentar Börse

Noch mehr Probleme

Auch wenn die Börse am Freitag Entspannungssignale sendete: Die Stimmung auf dem Börsenparkett ist und bleibt schlecht. Mittlerweile ziehen auch bislang standhafte Optimisten den Kopf ein.

19.08.2019

Von ROLF OBERTREIS

Markus Reinwand, Aktienstratege der Landesbank Hessen-Thüringen, korrigiert seine Prognosen. Deutlich. Am Jahresende werden es statt 13 000 nur noch 12 000 Punkte sein, Ende September 11 000 statt 12 700.

Wenig spricht dafür, dass sich die Tendenz in nächster Zeit ändert. Zum US-chinesischen Handelskonflikt, zu Brexit, Italien, Iran, Nordkorea, gedämpften Konjunkturaussichten in Deutschland gesellen sich nun die Probleme in Argentinien, die Lage in Hongkong und die Bestätigung, dass die Deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal geschrumpft ist.

Bleiben als Stütze der Aktienkurse nur die weiter großzügigen Notenbanken und die Null- und Negativzinsen bei Sparanlagen und Anleihen. Hierzulande ist die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe am Freitag auf ein neues Rekordtief von minus 0,7 Prozent abgerutscht. Das schlechte Umfeld trifft die Unternehmen empfindlich. Gewinnprognosen würden reihenweise revidiert, sagt Michael Bissinger von der DZ Bank. „Das dritte Quartal dürfte kaum Besserung bringen“.

„Der Ausverkauf kann noch in die Verlängerung gehen“, warnt Robert Halver von der Baader Bank. Zumal auch in den USA die Sorgen größer werden. Erstmals seit 2007 gibt es dort eine inverse, unnormale Zinskurve: Die kurzfristigen Kapitalmarktzinsen liegen über den langfristigen Sätzen. Das gilt als Warnsignal für die Konjunktur und damit für den Aktienmarkt. Rolf Obertreis

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Erstellt:
19. August 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
19. August 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 19. August 2019, 06:00 Uhr

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