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Kommentar

Noch viele Baustellen

Ein wenig standen Martin Blessing bei seinem achten und letzten Auftritt als Vorstandschef vor den Aktionären doch die Schweißperlen auf der Stirn.

21.04.2016
  • ROLF OBERTREIS

Auch wenn er für sein Abschlussjahr eine durchaus gute Bilanz vorlegen konnte, mit der er die Deutsche Bank um Längen abgehängt hat. Aber es ging auf der Hauptversammlung nicht nur um 2015, sondern um die acht Jahre seit 2008. Und da ist die Bilanz durchwachsen.

Es gibt noch viele Baustellen. Dazu gehört nicht nur der Blick auf Kosten und Rendite oder das immer noch milliardenschwere Portfolio von Problemkrediten. Auch ein noch genauerer Blick auf die Geschäfte, die getätigt und abgeschlossen werden, wäre von Vorteil. Beihilfe zur Steuerhinterziehung und Geschäfte à la Panama sollten kein Thema mehr sein. Mit zweifelhaften Rüstungsfirmen in Verbindung zu stehen oder mit Unternehmen, die dem Klimaschutz wenig Stellenwert einräumen, widerspricht nicht nur eigenen Vorgaben der Bank.

Es ist auch eine Belastung für das Image, das doch auch und gerade von den Problemen der Nummer eins der Branche profitiert. Der neue Vorstandschef Martin Zielke wird sich nicht nur um das Privatkundengeschäft kümmern müssen, sondern auch darum, wie sauber die Geschäfte sind. Klare Aussagen wären hilfreich.

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21.04.2016, 06:00 Uhr

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