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Künstlerische Erstaufnahme für Flüchtlinge

Nürnberg

Flüchtlinge nicht nur amtlich, sondern "künstlerisch zu registrieren", plant die "Fa. Zusammenkunst" mit dem Projekt "Die Innere Stadt".

24.11.2015
  • EPD

. Das Projekt soll am Samstag in Nürnberg beginnen und sich nach der Idee von Johannes Volkmann (Das Papiertheater) in verschiedenen anderen Städten entwickeln. "Wir wollen andersherum denken", sagt Volkmann. Jenseits der Grenzen der Bürokratie wollten Künstler mit künstlerischen und theatralischen Mitteln "sinnliche Dokumente" für Flüchtlinge anlegen.

In einem ersten Schritt sollen die Künstler der "Fa. Zusammenkunst" für Menschen, die aus ihrer Heimat geflohen sind, mit Hilfe eines Fragenkatalogs ein "Profilbild" erstellen. "Was bereitet mir Freude, was bereitet mir Angst, was sind meine Talente", werden unter anderem die Fragen sein. Anhand der Antworten fertigt der Künstler ein Bild in einem 60 auf 80 Zentimeter großen Objektrahmen.

Der zweite Schritt ist die "menschliche Erstaufnahme" bei der Ausstellungseröffnung am Samstag - laut Konzept ein "soziales Ereignis". Die Gäste der Vernissage können für jeweils zehn Euro Spende die in Papier verpackten Bilder auspacken. Das so erzielte Spendengeld wird für Teil drei der Aktion verwendet. Die beteiligten Flüchtlinge kaufen Lebensmittel und kochen für die Bürger der Stadt, die an einem großen Tisch in einer Galerie oder in einem Theater sitzen. Aus den interkulturellen Essen in verschiedenen Städten soll das "Kochbuch der inneren Stadt" entstehen, erläuterte Volkmann.

Volkmann hat von 2009 bis 2013 mit dem Projekt "unbezahlbar" eine beachtete Ausstellung im öffentlichen Raum organisiert. Auf einen großen Tisch auf den Marktplätzen unterschiedlicher Städte (unter anderem in Barcelona, Prizren, Erfurt, Bochum, Nürnberg oder Bethlehem) stellte er mit Packpapier umwickelte Teller, auf die Passanten schrieben, was für sie unbezahlbar ist.

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24.11.2015, 08:30 Uhr | geändert: 24.11.2015, 06:01 Uhr

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