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Kommentar

Nun droht ein Machtkampf

Geld zieht bei Aktionären offenbar mehr als strategische Erwägungen. Nur so lässt sich erklären, weshalb sich die Aktionäre des Bremssystem-Spezialisten Haldex gegen das Übernahmeangebot von ZF Friedrichshafen entschieden haben.

06.10.2016
  • KAREN EMLER

Schließlich hatte sich der Verwaltungsrat des schwedischen Unternehmens für ein Bündnis mit dem baden-württembergischen Traditionsunternehmen ausgesprochen. Die beiden Zulieferer hätten sich gut ergänzt. Nun aber steigen die Chancen, dass der Konkurrent Knorr-Bremse mit seinem etwas höheren Angebot zum Zuge kommen wird.

Für die Verhältnisse in der Branche spielt es keine große Rolle, wer von den beiden Kontrahenten den Zuschlag bekommt. Die Konzentration nimmt so oder so zu. Die Zulieferer versuchen, sich dem Preisdiktat der Autohersteller zu entziehen, indem sie größere Einheiten bilden und ihre Produktpalette verbreitern. Diese Motivation treibt ZF genauso an wie Knorr-Bremse.

Weitaus wichtiger dürfte der Ausgang für die mehr als 2000 Mitarbeiter von Haldex sein. Denn mit Knorr-Bremse gibt es Überschneidungen im Portfolio. Das spricht dafür, dass im Fall einer Übernahme Arbeitsplätze wegfallen werden. Zudem ist ZF aktuell bei Haldex der größte Einzelaktionär. Und die Friedrichshafener denken nicht daran, diese Position abzugeben. Ein Machtkampf um die Strategie wäre jedoch das Letzte, was Haldex gebrauchen kann.

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06.10.2016, 06:00 Uhr

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