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Tourismus

Nun gibt’s auch eine „Donnerbüchse“

Die 15. Modelleisenbahn-Börse in der Eisenbahn- Erlebniswelt lockte wieder viele Interessenten nach Horb und ergänzte das Stadtfest ideal.

14.09.2018
  • Willy Bernhardt

Es hatte zwar nicht unmittelbar miteinander zu tun, doch da es die Terminlage am vergangenen Wochenende eben so ergab, sollte dann doch eine Gemeinsamkeit herstellen. Egal, ob nun das „kleine Stadtfest“ mit all seinen Mannigfaltigkeiten und Attraktionen war, das Besucher aus nah und fern nach Horb lockte, die „Eisenbahn-Erlebniswelt“ (EEW), die ihre Pforten am Samstag zu ihrer 15. Modelleisenbahn-Börse in die großzügigen Räumlichkeiten auf dem Areal des einstigen Horber Rangierbahnhofs öffnete – in der Summe hatte Horb insbesondere am vergangenen
Wochenende wahrlich für verschiedenste Geschmäcker viel zu bieten.

Das sah auch EEW-Geschäftsführer Marc Baumgartner ähnlich, der zusammen mit seinem Geschäftsführerkollegen Dr. Claus-Jürgen Hauf dieses Mammut-Projekt der „SGV“ (Stuttgarter Verkehrsgesellschaft) nahezu zeitgleich mit der in Horb schon jetzt legendären „kleinen Gartenschau“ aus dem Jahre 2011 mit aus der Taufe gehoben hat.

Miniatur und Original

Wieder konnte er viele bekannte Gesichter aus den letzten (fast) sieben Jahren aus dem gesamten baden-württembergischen Bereich und vor allem auch aus der nahen Schweiz begrüßen. Es scheint keine Frage zu sein, aber die Modelleisenbahn-Börse in Horb hat sich in relativ kurzer Zeit einen guten Namen in der Modellbahn-Szene, und mit allem was mit dieser unmittelbar zusammen hängt, erworben. Was sicherlich auch damit zu tun hat, dass es einerseits großzügige Flächenangebote gibt und zudem mit der Besonderheit aufgewartet werden kann, so manches der schier unzähligen Modelle auch gleich nebenan in der riesigen Fahrzeughalle oder im Freigelände mit einem Original (zumeist aus vergangenen Eisenbahn-Zeiten) vergleichen zu können.

Umzug nach Horb läuft

Dies ist für Marc Baumgartner und Claus-Jürgen Hauf ein echtes Pfund, mit dem in Zukunft auch kräftig gewuchert werden soll, ist Baumgartner durchaus zuversichtlich. Dies vor allem auch deshalb, da die SVG schon dabei ist, ihre Räumlichkeiten in Stuttgart-Bad Cannstatt so Stück für Stück zu räumen und nach Horb zu schaffen. Der SVG-Firmensitz soll dann nach Isenburg verlegt werden, wenn in einem bereits von der SVG erworbenen Areal direkt oberhalb der
EEW dann ein properes Haus gebaut ist.

„Im Grunde genommen läuft der Umzug von Stuttgart nach Horb bereits auf Hochtouren. Fünf historische Schienenfahrzeuge werden derzeit von uns noch restauriert und die sollen dann nach und nach mit rund 40 weiteren Fahrzeugen nach Horb geschafft werden“, gibt Marc Baumgartner zu Protokoll und hofft, dass dieser Prozess in spätestens zwei Jahren in seiner Summe abgeschlossen werden kann.

Mehr als 30 Anbieter vor Ort

Auch bei der jetzigen 15. Auflage der „Eisenbahn- und Modellbahn-Börse“ (so deren offizieller Name) wurden wieder Utensilien aus allen Bereichen der Eisenbahn angeboten und zwar egal, in welchem Maßstab. Veräußert wurden aber auch Modellautos und Literatur. Das Umfeld von 40 historischen Fahrzeugen, Eisenbahnkino, Modellbahnschau und „3-Löwen-Takt“-Raum lockte bereits bis zur Mittagszeit mehrere Hundert Besucher nach Horb. Rund 30 private Anbieter und Händler präsentierten ihre Angebote auf über 200 Metern laufender Tischfläche. Auch für das leibliche Wohl sorgten die EEW-Macher wieder in ihrem Bistro „La Ferrovia“.

Apropos Aussteller: Zu diesen zählten unter anderem auch Rainer Saile aus Nordstetten und Manfred Fischer aus Mühringen. Saile offerierte unter anderem wunderbare Pkw-, Unimog-, Lkw- und Sondermodelle und verriet spontan, „dass ich schon von Anfang an hier in Horb dabei bin“.

Dies gilt auch für den Mühringer Modellbahn-„Papst“ Manfred Fischer, der an seinem Tisch auch gleichzeitig schon gezielt Werbung betrieb für die eigene (und überaus traditionelle) Modellbahn-Ausstellung am 15. Dezember 2018 in Mühringen. Und wer diese verpassen sollte, der kann dann ja am 20. April 2019 wieder zur EEW gehen, wo die dann 16. Modelleisenbahn-Börse anberaumt ist.

Reibungslose Zusammenarbeit

Über eine Neuerrungenschaft informierte Marc Baumgartner im übrigen „gerne“ die SÜDWEST PRESSE. Wiederum per Schwerlasttransport (wir berichteten vor Jahresfrist ausführlich über den ersten großen und spektakulären Eisenbahnwaggon-Transport auf der Straße) wurde nun ein Personenwagen dritter Klasse mit Holzbänken aus dem Jahre 1928 Modell „Ci28“ (auch „Donnerbüchse“ genannt) vom Göppinger Märklin-Museum nach Horb geschafft und kann nun hier bewundert und besichtigt werden.

Ausdrücklich verweist der SVG-Geschäftsführer auf die „reibungslos gute Zusammenarbeit mit der Stadt Horb“ bei der Vorbereitung dieses Mammut-Transports. „Alles verlief wie am Schnürchen“, blickt Baumgartner zufrieden zurück.

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14.09.2018, 01:00 Uhr

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