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Kommentar

Nur nominal digital

Der Ernstfall kam schneller als gedacht. Mit viel Pomp hatte Minister Thomas Strobl vor anderthalb Wochen die Warn-App Nina sowie die digitale Offensive seines Hauses präsentiert.

19.10.2016
  • TOBIAS KNAACK

Das Signal: Wir sind gewappnet für Krisen und Katastrophen. Und: Wir können betroffene Bürger im Ernstfall per App, Twitter oder Facebook informieren und ihnen so Sicherheit geben.

Es dauerte nach der Vorstellung zehn Tage bis zur Explosion bei BASF in Ludwigshafen am Montag – genau einen Fluss breit von Baden-Württemberg entfernt und mit potenzieller Bedrohung für Menschen in Mannheim durch mögliche Giftgase. Doch während in Rheinland-Pfalz gleich zwei Warn-Apps im Einsatz waren, passierte am Montag bei Nina nichts – wie auch auf dem Twitter-Kanal des Ministeriums. In dieser Hinsicht hat das Innenministerium eine Chance vertan, das Vertrauen der Bürger in die modernen Warnsysteme zu stärken, und seiner großen Inszenierung Taten folgen zu lassen. Es scheint: Die Technik steht, offenbar fehlt das Verständnis, sie einzusetzen. So bleibt eine klaffende Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit – und das Ministerium nur nominal digital.

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19.10.2016, 06:00 Uhr

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