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Nur zum Teil besser als im Vorjahr
Arbeitsmarkt

Nur zum Teil besser als im Vorjahr

Die Zahl der Arbeitslosen im Agentur-Bezirk ging im November weiter zurück - aber so richtig deutlich nur in Tübingen.

30.11.2016
  • ran

„Mildes Herbstwetter und eine noch anhaltende hohe Arbeitskräftenachfrage haben die Arbeitslosenzahlen gesenkt“, sagt Wilhelm Schreyeck, Leiter der Reutlinger Agentur für Arbeit, über die Lage am Arbeitsmarkt. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Entwicklung aber nur im Kreis Tübingen deutlich besser. Schreyeck erwartet in den nächsten Monaten steigende Arbeitslosenzahlen. Sobald der Winter richtig Einzug hält, werde die Arbeitslosigkeit bei den Berufen steigen, die im Freien arbeiten. Aber „auch die Flüchtlingszuwanderung wird im Laufe der nächsten Monate die Zahlen etwas ansteigen lassen“, so Schreyeck – denn „Integration braucht Zeit“.

Im November waren im Arbeitsagenturbezirk Reutlingen mit den Kreisen Tübingen und Reutlingen 153 Menschen weniger ohne Arbeit als im Monat Oktober. Die Arbeitslosenquote lag unverändert bei 3,4 Prozent, um 0,1 Prozentpunkte höher als vor einem Jahr. Allerdings stieg die Zahl der arbeitslos Gemeldeten im Landkreis Reutlingen im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 Prozent an.

Im Kreis Tübingen sank sie indes im Vergleich zum November 2015 um 3,3 Prozent. Nur hier ist die Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr deutlich besser. Die Arbeitslosenquote lag im Landkreis Tübingen im November bei 2,9 Prozent (November 2015: 3,1 Prozent) und im Landkreis Reutlingen bei 3,7 Prozent – am höchsten bei der Hauptagentur Reutlingen mit 3,9 Prozent, weniger hoch in den Geschäftsstellen Münsingen (2,8 Prozent) und Bad Urach (3,2 Prozent).

Offenbar ist im Kreis Tübingen die Fluktuation größer geworden. Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 11338 Arbeitslosmeldungen – ein Plus von 63 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dem standen aber auch 11453 Abmeldungen gegenüber, 274 mehr als im Vorjahr.

Der Bestand an offenen Stellen blieb im ganzen Arbeitsagentur- Bezirk gegenüber November 2015 gleich. Gegenüber dem Vormonat ist er aber um 2,3 Prozent zurückgegangen. Insgesamt waren im November bei der Agentur 3086 offene Stellen bekannt. 885 davon hatten Arbeitgeber im Oktober neu gemeldet. Damit gingen bei der Agentur seit Jahresbeginn 2016 insgesamt 10568 Stellen ein – ein Zuwachs von 511 gemeldeten Arbeitsstellen gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das entspricht einer Steigerung um 5,1 Prozent.

Auch die landesweite Entwicklung verlief erfreulich: „Der Arbeitsmarkt bei uns im Südwesten bleibt auch im November in einer guten Grundverfassung“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut. Mit einer Quote von 3,6 Prozent nehme Baden-Württemberg erneut eine Spitzenposition im Bundesvergleich ein. Vor allem die „anhaltend robuste Beschäftigungsentwicklung im Land“ lasse sie hoffnungsvoll ins Jahr 2017 blicken.

Landesweit waren im November 1200 Menschen weniger ohne Arbeit als im Oktober. Vor allem Frauen, Jugendliche und Langzeitarbeitslose hätten von der positiven Entwicklung profitiert. Die Ministerin fand besonders erfreulich, dass die Zahl der arbeitslosen Frauen im Vergleich zum Vorjahresmonat um mehr als 3600 gesunken sei. Da gleichzeitig bei den arbeitslosen Männern zuwanderungsbedingt eine Zunahme um 3400 zu verzeichnen war, sei gegenüber November 2015 ein deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit ausgeblieben.

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30.11.2016, 20:07 Uhr

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