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Viele bekannte Helfer, aber nicht nur CDU-Unterstützer

OB-Kandidatin Beatrice Soltys eröffnet Wahlbüro

Die Oberbürgermeister-Kandidatin Beatrice Soltys hat ihr Wahlbüro eröffnet. Ein Programm hat die Fellbacher Baubürgermeisterin noch nicht, aber mittlerweile einen Flyer, in dem ein paar Themen angedeutet sind. Ansonsten will die 48-Jährige zunächst mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen und zuhören.

31.08.2014
  • Gernot STegert

Tübingen. Samstag, 10 Uhr, in der Neuen Straße: Das Wahlbüro von Beatrice Soltys in dem ehemaligen Brillengeschäft Lunette öffnet. Ohne Ansprache und besonderes Programm. Im Schaufenster hängt ein großes Porträtplakat der OB-Kandidatin. Davor steht ein Tisch mit Selbstgebackenem: Hefezopf und Schneckennudeln. Ein Wahlkampfhelfer grillt Würstchen, eine junge Frau bietet Getränke an. Rund zehn Personen gehören zum engeren „Team Soltys. Hinzu kommen Unterstützer, die in der Tübinger Kommunalpolitik bekannt sind. Einige von ihnen verteilen vor dem Laden die frisch gedruckten Flyer. Im Laufe des Vormittags bleiben immer wieder Interessierte stehen, sprechen mit der Kandidatin und ihren Unterstützern.

Unter den Verteilern der Flyer sind bekannte Gesichter, vor allem von der CDU. Hubert Wicker beispielsweise. Der Landtagsdirektor und neue Tübinger Stadtrat sagt: „Ich finde es erfreulich, dass wir eine qualifizierte Bewerberin haben. Wir wollen eine Alternative zu Boris Palmer.“ Und wer ist „wir“? Wicker betont: „Im Moment sind das Einzelpersonen.“ Auch Prof. Walter Jäger gehört dazu. Der Kreisjägermeister sagt: „Soltys ist eine Kandidatin, wie man sie sich in Tübingen wünscht: vom Fach und parteilos.“ Er habe nichts gegen Palmer persönlich, aber: „Die Bevormundung stört mich.“ Das meint auch Ulrich Latus, Hirschauer Ortsvorsteher und ehemaliger Fraktionschef der CDU im Gemeinderat. Sein Nachfolger Albrecht Kühn zeigt ebenfalls Präsenz. Und auch die CDU-Kreistagsmitglieder Prof. Michael Bamberg und Eugen Höschele lassen sich blicken.

Soltys Helfer sind aber nicht alle CDU-Mitglieder. Ihre Büroleiterin Annika Wilmes hatte auf der Tübinger Liste für den Gemeinderat kandidiert. Deren Stadtrat Ernst Gumrich schaut kurz vorbei. Als Unterstützer? Vor einer Mitgliederversammlung will er sich nicht festlegen. Auch die UFW will demnächst entscheiden. Die ehemalige Stadträtin Ursula Welz ist von Soltys überzeugt. Sie könne die Verwaltung besser leiten als Palmer, meint die Ärztin im Ruhestand.

Voll dabei ist die ehemalige SPD-Stadträtin Erika Braungardt-Friedrichs. Sie verteilt fröhlich Soltys-Flyer und macht kein Hehl aus ihrer Kritik an Boris Palmer. Sollte ihre Partei ihn unterstützen, sei das ein Fehler. Die Sozialdemokratin räumt ein: „Es ist für mich nicht leicht, mit CDU-Leuten Seit an Seit Wahlkampf zu machen.“ Aber Soltys sei eine „taffe Frau“ und aufmerksame Zuhörerin. Diesen Punkt betont die Vertraute der ehemaligen Oberbürgermeisterin Brigitte Russ-Scherer besonders. Inhaltlich könne sie bisher mit, etwa bei der Kritik am Äußeren des neuen Hotels an der Blauen Brücke. Doch vieles sei noch offen, sie selbst warne die Kandidatin vor zu frühen Festlegungen. Falls ihr die Positionen dann doch nicht passen sollten, sagt Braungardt-Friedrichs, steige sie eben wieder aus.

Interessehalber schaut auch die Spitze der Grünen-Fraktion im Gemeinderat vorbei. Ulrike Baumgärtner und Heinrich Schmanns machen sich mit Soltys bekannt.

Die OB-Kandidatin ist mit dem Samstag zufrieden. Die Resonanz sei groß gewesen, sagt sie. Angesprochen worden sei sie vor allem auf die schwierige Wohnraumsituation, den Verkehr und das Stadtbild Tübingens. Soltys ist überzeugt: „Tübingen möchte einen Wechsel an der Spitze der Verwaltung.“

OB-Kandidatin Beatrice Soltys eröffnet Wahlbüro
Beatrice Soltys (dritte von links) im Gespräch vor ihrem Wahlbüro in der Neuen Straße. Auch Ulrich Latus (links) und Ursula Welz (rechts) unterstützen sie.Bild: Metz

Das Wahlbüro in der Neuen Straße 4 ist täglich ab 10 Uhr geöffnet. Termine und Informationen sind auf der Homepage www.beatrice-soltys.de einsehbar. Auch auf Facebook und Twitter ist die Fellbacherin präsent. Ein Programm will sie Mitte September formulieren. Im Flyer betont die Kandidatin das Zuhören. Die Überschrift lautet: „Lassen Sie uns gemeinsam die Ärmel hochkrempeln!“ Vier Punkte werden genannt: die Zusammenarbeit von Stadt- und Ortsteilen; das Zusammenleben der Bürger in Tübingen „bei all seiner Vielfalt, tags und nachts“; die Wertschätzung für ehrenamtlich Engagierte und Tübingen als Standort für Universität, Kliniken, Handwerk, Unternehmen und Handel.
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31.08.2014, 12:00 Uhr

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