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OB-Kandidatin Beatrice Soltys präsentiert ihr Wahlprogramm
Angefangenes umsetzen

OB-Kandidatin Beatrice Soltys präsentiert ihr Wahlprogramm

Beatrice Soltys hat ihr lang erwartetes Wahlprogramm vorgestellt. Wichtige Schwerpunkte der Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahl am 19. Oktober sind die Innenstadt, der Verkehr, die Teilorte und die Kultur. Grundlegende Veränderungen hat die 48-Jährige nicht im Sinn. Sie setzt auf ihre Erfahrung, Projekte umzusetzen.

20.09.2014
  • Gernot Stegert

Tübingen. Draußen in der Neuen Straße drängten sich die Menschen beim Umbrisch-Provenzalischen Markt. Ins Wahlbüro von Soltys kamen am Freitagmittag keine zehn Bürgerinnen und Bürger, um sich anzuhören, was die OB-Kandidatin aus Fellbach in Tübingen vorhat. Dabei hatte die 48-Jährige die Wähler der Presse extra vorgezogen, die erst für Montag zu einer Pressekonferenz geladen ist.

Frisch aus dem Drucker präsentierte Soltys ein elf Seiten kurzes Wahlprogramm, drei A4-Blätter doppelseitig bedruckt mit leerer Rückseite und ohne Heftung. Zum Vergleich: Amtsinhaber Boris Palmer hatte sich 28 Seiten professionell gestalten lassen. Inhaltlich benutzte die Herausforderin oft das Wort „weiter“ – wie Palmer. Häufiger sagte die Fellbacher Baubürgermeisterin, sie wolle eine erfolgreiche Tübinger Politik weiterführen. Etwa bei der Altstadtsanierung, der Wirtschaftspolitik, bei der Kinderbetreuung oder der Schulentwicklung. Weitere Punkte:

Innenstadt: Soltys unterstützt die Pläne für den Europaplatz, die Handel mit die Altstadt ergänzenden Angeboten vorsehen. Sie drückt aber aufs Tempo. Über unterschiedliche Nutzungen wie ein Haus der Familie müsse man genau nachdenken. Die Stadt solle insgesamt sauberer werden und Orte zum Verweilen bieten, dazu gehörten auch Bänke. Wie Palmer ist Soltys für eine „grüne Stadt am Fluss“ und unterstützt die Pläne für eine Landesgartenschau.

Verkehr: Soltys fordert keine neuen Parkplätze insgesamt, sondern will den autofeindlichen Ruf verändern. Sie sagte: „Tübingen hat beim Parken ein schwieriges Image.“ „Sich vorstellen“ kann die OB-Kandidatin eine „Brötchentaste“ bei Parkautomaten für eine kostenlose erste Stunde oder kostenloses Parken an Abenden und an Wochenenden in Altstadtnähe. Neuen Parkraum müsse es bei den Uni-Kliniken geben: „Ein Schotterparkplatz reicht nicht.“ Schilder müssten Gäste besser in und durch die Stadt leiten. Die Rennradlerin hält die Radwege für gut, sieht an Knotenpunkten aber noch viele Gefahrenstellen. Auch will sie Fahrradboxen und spricht von einem Fahrradparkhaus. Die Regionalstadtbahn unterstützt Soltys: „Das ist kein strittiges Thema. Ich stehe dafür.“ Sie fordert aber einen Bürgerentscheid, „wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen“. Die Machbarkeitsstudie sei zu wenig und zu unverständlich für die Bürger.

Wohnen: Soltys ist für mehr sozialen Wohnraum, aber „nicht alle Gebiete sind dafür geeignet“. Das Prinzip der Innenverdichtung hält die Fellbacher Baubürgermeisterin für richtig, aber nicht ausreichend. In den Teilorten will sie schneller als Palmer neue Baugebiete ausweisen.

Teilorte: Die zu Tübingen gehörenden Dörfer will Soltys stärken. Zum Beispiel durch höhere Eigenbudgets für die Teilorte.

Kultur: „Was mir besonders am Herzen liegt, ist die Kultur“, sagte die Baubürgermeisterin aus Fellbach und lobte die Vielfalt des kulturellen Lebens in der Universitätsstadt. Die Kulturkonzeption wolle sie umsetzen. Bei Baufragen nannte Soltys die Musikschule und die Stadtbibliothek zuerst: „Bei der Musikschule muss ganz dringend eine Lösung gefunden werden.“ Das könnten eine Sanierung oder ein Umzug sein. Ähnliches gelte für die Stadtbibliothek. Und der Konzertsaal? „Ich möchte die Konzerthalle umsetzen“, bekannte sich die OB-Kandidatin, sie will vorher aber die Bedarfe genau geklärt wissen.

Was unterscheidet die Herausforderin von Palmer? Das wollte ein Zuhörer am Ende wissen: „Es ist eine Persönlichkeitswahl“, sagte die Kandidatin, „ich stehe dafür, Projekte zu Ende zu bringen – zügig und mit Bürgerbeteiligung.“ Das habe sie in Ludwigsburg und Fellbach bewiesen. In Tübingen dauere es vor allem am Europaplatz schon viel zu lange. Auch beim Uni-Campus müsse man dringend „die Ärmel hochkrempeln“.

OB-Kandidatin Beatrice Soltys präsentiert ihr Wahlprogramm
Beatrice Soltys

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20.09.2014, 12:00 Uhr

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