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OB Kuhn fordert Tempo von der Bahn
OB Fritz Kuhn pocht auf Termintreue beim Stuttgart-21-Bau. Foto: dpa
Stuttgart 21

OB Kuhn fordert Tempo von der Bahn

Die Stadt möchte von 2021 an die freiwerdenden Gleisflächen nutzen. Auch der Bund sei in der Pflicht.

10.01.2017
  • LSW

Stuttgart. Stuttgarts OB Fritz Kuhn (Grüne) hat die Bahn zu einer pünktlichen Fertigstellung des Tiefbahnhof-Baus aufgefordert. „Das Vorhaben wird der Stadt erst dann gut tun, wenn es fertig ist“, sagte Kuhn. Nach der S-21-Fertigstellung, die für 2021 geplant ist, könne die Stadt zusätzliche 85 Hektar nutzen. Für Projekte auf dem freiwerdenden Gleisvorfeld gebe es viele Ideen – etwa ein Neubau des Linden-Museums, ein Konzerthaus und sozialer Wohnungsbau.

Er sei kein Wendehals, wie Kritiker ihn nach seinem Auftritt bei der Durchschlagsfeier für den ersten S-21-Tunnel schimpften. Er drücke viel mehr im Interesse der Bürger aufs Tempo und werde das Projekt weiter kritisch begleiten. So sei es ein Skandal, dass der Bund nicht interveniere und Geschwindigkeit anmahne. Immerhin sei das Eisenbahnbundesamt als S-21-Genehmigungsbehörde dem Bund unterstellt. Auch habe Berlin stets die nationale und europäische Bedeutung des Projektes betont.

Die Bahn habe sich verpflichtet, S 21 und die Neubaustrecke nach Ulm 2021 fertigzustellen, sagte Kuhn. Es mache einen Unterschied für die Lebensqualität der Stuttgarter, ob das Vorhaben in vier oder in zehn Jahren fertig werde. „Als OB, der durch Amtseid für das Wohl der Stadt verantwortlich ist, muss ich mich auch um den Zeitplan kümmern.“ Zuletzt gab es auch im Konzern Zweifel, ob das Projekt zeitgerecht beendet werden kann.

Kuhn verlangt von der Bahn Aufklärung über die Zuständigkeit für das Projekt im Konzernvorstand. Für Volker Kefer soll der frühere Kanzleramtschef Ronald Pofalla nachrücken. Ob dieser aber vom Vorgänger die Betreuung des Vorhabens übernehmen wird, ist unklar. Der Nachfolger müsste spätestens zur Sondersitzung des Lenkungskreises im Februar feststehen.

Ein Umschwenken auf eine Alternative ist aus Sicht Kuhns völlig unrealistisch – nicht nur wegen des schon erreichten Baufortschritts. „Das Projekt ist entschieden, vertraglich besiegelt und durch einen Volksentscheid bestätigt.“ dpa

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10.01.2017, 06:00 Uhr

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