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Prüfung auf Arabisch

OB Neher will Führerscheinhilfe für Flüchtlinge

Rottenburgs Oberbürgermeister Stephan Neher unterstützt Forderungen, die Führerscheinprüfung auf Arabisch wieder einzuführen. Ein in Deutschland gültiger Führerschein sei wichtig, um Flüchtlinge in Arbeit oder Ausbildung zu vermitteln.

04.04.2016

Rottenburg. Mit einem Brief wandte sich Stephan Neher an die Landtagsabgeordneten in Baden-Württemberg, um die Wieder-Einführung der theoretischen Führerscheinprüfung auf Arabisch zu forcieren. In Deutschland sei es möglich, die theoretische Prüfung in elf nicht-deutschen Sprachen abzulegen, „arabisch ist leider nicht darunter“.

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Integration von Flüchtlingen sei die Vermittlung in Arbeit oder Ausbildung, so der OB. Oft scheitere das aber schon im Vorfeld am Fehlen einer in Deutschland gültigen Fahrerlaubnis.

Neher bezieht sich in seinem Schreiben an die Abgeordneten auf verschiedene Initiativen, die Wiedereinführung der 2011 abgeschafften Führerscheinprüfung zum Ziel hatten. So wandte sich die SPD im September 2015 mit einem entsprechendem Brief an Verkehrsminister Alexander Dobrindt. Auf eine Onlinepetition aus Nordrhein-Westfalen reagierte die Parlamentarische Staatssekretärin Dorothee Bär mit der Nachricht, Dobrindt habe entschieden, Arabisch wieder als Prüfungssprache aufzunehmen. Die „Thüringische Landeszeitung“ schrieb im März, dass die Landes-Integrationsminister darüber berieten, ob die Forderung nach der Prüfung auf arabisch an das Bundesverkehrsministerium gestellt werden soll. Auf den Internetseiten des Ministeriums selbst findet sich zu dem Thema nichts.

Neher würde es „sehr begrüßen“, wenn die Landtagsabgeordneten sich dafür einsetzten, „dass zeitnah eine Lösung gefunden wird, die die Integration der Flüchtlinge aus dem arabischen Raum voranbringt“.

Neher sagte dem TAGBLATT, er habe in der Vesperkirche einen Syrer getroffen, der in seiner Heimat Busfahrer gewesen war. Der Mann habe sich bei einem Rottenburger Busunternehmen vorgestellt und habe auch Aussicht, eingestellt zu werden. Mit seinen derzeitigen Deutschkenntnissen sehe der Mann aber keine Chance, die dafür nötige theoretische Führerschein-Nachprüfung zu bestehen. ing

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04.04.2016, 01:00 Uhr

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