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WLAN für alle

OB Palmer will Hotspots in der Stadt

Kein Netz, meldet das Smartphone, das mitten in der Altstadt zeigen soll, wie’s nun zum Hotel geht. Kein Netz mitten zwischen den Häusern. Und wenn ein Netz da ist, ist es langsam. Sehr langsam.

10.10.2012
  • Sabine Lohr

Für Tübinger mag das verschmerzbar sein, sie brauchen in der Regel ja kein Hotel. Und wenn, dann kennen sie den Weg dorthin.

Für Touristen aber ist das langsame Netz in der Altstadt nervig. Das findet zumindest Oberbürgermeister Boris Palmer, der beim Runden Tisch Altstadt nun angeregt hat, in der Innenstadt und im südlichen Zentrum so genannte Hotspots aufzustellen und damit allen Smartphone-Besitzern kostenloses WLAN zur Verfügung zu stellen. „In Frankreich gibt es das in jedem Dorf“, berichtet er von seinem Rad-Urlaub durchs Nachbarland.

Laut Palmer haben die Hotspots eine Reichweite von 200 bis 300 Metern. So könnte, wenn zehn bis 15 dieser Säulen aufgestellt werden, die gesamte Strecke vom Bahnhof in die Altstadt und die Altstadt selbst durch ein offenes Netz virtuell vernetzt werden. Wenn sich die WLAN-Kreise alle überschneiden, ist überall ein lückenloser Empfang möglich.

Wie teuer das wird, das muss die Stadtverwaltung nun erst noch prüfen. Zu klären ist auch, so stellte der Runde Tisch fest, ob man das Netz „zeitlich begrenzen“ soll, um diesen Service bezahlbar zu machen. Und vielleicht, so eine Anregung, beteiligen sich ja auch die Geschäfte in der Stadt an den Kosten.

Die WLAN-Säulen übrigens taugen laut Palmer auch noch zu einem anderen Zweck: zu einem Leitsystem für Touristen. Statt nämlich überall Tafeln aufzustellen mit Hinweisen auf die Geschichte der Stadt oder Öffnungszeiten der Museen könnte auch das virtuell geschehen. Auf den Hotspots könnten Codes zum Einscannen aufgedruckt werden. An diese Codes muss der wissbegierige Tourist dann nur sein Smartphone halten und schon hat er alle Infos, die er will. „Da kann man eine Fülle von Infos unterbringen“, sagt Palmer.

Jetzt geht es aber erstmal ans Rechnen. Und ans Überlegen, ob das WLAN-Netz tatsächlich lückenlos sein muss oder ob es nicht auch vielleicht fünf Hotspots tun. In der Beratung des Haushalts 2013 jedenfalls will Palmer sich dafür einsetzen, dass der Gemeinderat Geld für die Installation des kostenlosen WLAN für alle einstellt. Dann braucht es nur noch kostenlose Smartphones für alle. Oder wenigstens ausleihbare Code-Lesegeräte für Touristen.

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10.10.2012, 12:00 Uhr

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