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Land am Rand

Obacht vor dem Bienen-Dieb

16.03.2018

Von TINA LISCHKA

Buchen. Wer schon einmal einen Action-Film über Diebe gesehen hat, kennt folgende Szene nur zu gut: Sicherheitspersonal vor verriegelten Türen, Alarmanlagen und Lichtschranken, die vermeintliches Diebesgut vor dem Entwenden schützen sollen – und dennoch schafft es der Profi-Dieb jedes Mal, ungesehen an den Hürden vorbeizukommen und mit der Beute zu verschwinden.

Ganz so kompliziert dürfte der Diebstahl von neun Bienenvölkern in Buchen im Neckar-Odenwald-Kreis zwar nicht abgelaufen sein, aber auch hier ist man sich sicher: Da waren Profis am Werk. Und mit Profis sind nicht etwa solche gemeint, wie sie George Clooney und Brad Pitt in „Ocean's 11“ mimen. Nein, die Rede ist von anderen Bienenzüchtern.

Das vermutet zumindest der Landesimkerverband. Warum? Nun, wer außer einem Imker kann schon etwas mit Bienen anfangen? Ganz nach dem Motto „Der Wolf im Schafspelz“ könnten sogar Imkeranzüge als Tarnung gedient haben.

Wer nun denkt, dabei handelt es sich um einen Einzelfall, der täuscht sich. Bienen-Diebe treiben wohl häufiger ihr Unwesen. Ulrich Kinkel, Präsident des Landesverbands Württembergischer Imker, weiß, dass sich solche Fälle im Frühjahr häufen. Abgesehen haben es die diebischen Elstern – oder Imker – auf Bienenköniginnen. Die braucht man, um ein gutes Bienenvolk zu züchten. Und das wiederum lässt, so Kinkel, pro Stock schon mal 60 bis 70 Kilogramm Honig im Jahr springen. Flüssiges Gold dürfte dem Übeltäter also sicher sein. Tina Lischka

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Erstellt:
16. März 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
16. März 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. März 2018, 06:00 Uhr

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