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Kommentar Welthandel

Ökonomisch verheerend

Der Handelskrieg ist noch nicht ausgebrochen. Die so genannten Strafzölle auf Stahl, die Donald Trump angekündigt hat, sind noch nicht Wirklichkeit. Deshalb besteht noch Hoffnung, dass der amerikanische Präsident sich mit seinem kraftmeierischen Gehabe nicht durchsetzt oder wieder zurückrudert.

08.03.2018
  • HELMUT SCHNEIDER

Ulm. Allerdings ist auch jetzt schon ziemlich viel Porzellan zerschlagen, wenn ein Trump-Satz wie dieser durch die Welt geht: Handelskriege seien bei hohen Leistungsbilanzdefiziten gut „und einfach zu gewinnen“. EU-Ratspräsident Donald Tusk hat darauf gestern die richtige analoge Antwort gegeben: „Handelskriege sind schlecht und leicht zu verlieren.“

In diesen beiden Aussagen bildet sich der fundamentale Unterschied zwischen den USA und Europa ab – er könnte kaum größer sein. Dies muss jeden, der Verantwortung trägt, alarmieren. Entsprechend eindeutig und einheitlich sind alle Wortmeldungen aus Deutschland und Europa zu Trumps handelspolitischem Kurs.

Es ist ein ökonomisch abwegiger Kurs. Die EU muss Trump entschieden entgegentreten, gleichzeitig aber eine Schlichtung bei der Welthandelsorganisation WTO anstreben. Dann wird sehr schnell deutlich, was dem US-Präsidenten noch nicht klar ist: Handelskriege sind nicht nur schlecht, sondern ökonomisch verheerend.

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08.03.2018, 06:00 Uhr

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