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Schenk Holzbau droht das Aus

Öschinger Firma mit zehn Mitarbeitern ist insolvent

Schenk Holzbau steckt in Schwierigkeiten: Die Öschinger Traditionsfirma hatte offenbar mit herben Ausfällen von Mitarbeitern zu kämpfen.

29.11.2012
  • Eike Freese

Öschingen/Mössingen. Die Öschinger Firma Schenk Holzbau steckt in wirtschaftlichen Problemen. Über das Vermögen der GmbH aus dem Mössinger Teilort ist am Dienstag dieser Woche das Insolvenz-Eröffnungsverfahren angeordnet worden. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist der Tübinger Anwalt Michael Riegger. Rieggers Kanzlei-Nachbar Dirk Poff indes ist für das Mössinger Unternehmen „UDI Vertrieb & Kompetenzzentrum KG“ zuständig – Schenk-Holzbau-Geschäftsführer Thomas Schenk ist Inhaber beider Firmen.

Schenk Holzbau ist ein Öschinger Traditionsunternehmen. Bereits im Jahr 1895 wurde der Betrieb unter dem Namen „Mechanische Werkstätte für Holzbearbeitung“ gegründet. Firmenchef Thomas Schenk führt den Betrieb bereits in vierter Generation. Mit der Öschinger Firma steckt derzeit der zweite prominente Mössinger Betrieb in der Insolvenzfalle: Auch Maschinenfabrik und weitere Unternehmen des verstorbenen Unternehmers Wilhelm Neth bangen derzeit um ihre Existenz.

Konjunktur spielte offenbar bei keiner der Firmen eine Rolle. Michael Riegger, der vorläufige Insolvenzverwalter, arbeitet sich derzeit in die Schenk Holzbau ein. „Wir versuchen, eine Sanierung des Unternehmens möglich zu machen“, so Riegger gegenüber dem TAGBLATT. Derzeit sind fünf Vollzeitkräfte und vier Lehrlinge in Öschingen beschäftigt. Vorläufig gelten krankheits- und verletzungsbedingte Ausfälle von wichtigen Mitarbeitern als ein Hauptgrund für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten. „Bei einer Firma dieser Größe kann Krankheit tatsächlich gravierende Auswirkungen haben“, so Riegger. „Wenn etwa bei zwei Bautrupps allein ein Vorarbeiter ausfällt, ist das nicht ohne.“ Weitere Gründe für die Probleme schließt Riegger indes zu diesem Zeitpunkt nicht aus. „Wir klopfen das gemeinsam ab und sehen dann weiter.“

Bis Dezember bekommen die Mitarbeiter Insolvenzgeld von der Agentur für Arbeit – und im Oktober und November waren sie auch anspruchsberechtigt. Rosig ist die Lage nicht, so Riegger. „Wenn ein Geschäftsführer von sich aus so einen Antrag stellt, dann ist das schon ein Zeichen“, so der Anwalt. Investoren für Unternehmen dieser Größenordnung gibt es praktisch nicht. Die Gesundung müsse von Innen oder aus dem Umfeld heraus erfolgen.

In den vergangenen Jahren beschäftigte Schenk stets ein knappes Dutzend Mitarbeiter. Die Firma war in der Umgebung omnipräsent, etwa auf der Mössinger Steinlachmesse, der Reutlinger Immobilienmesse und beim Mössinger Energietag. Das Unternehmen bietet unter anderem energetische Sanierung an. Die Mitarbeiter arbeiten derzeit weiter. Aktuelle Aufträge sollen beendet werden.

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29.11.2012, 12:00 Uhr

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