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Revival fürs Oldtimer-Fest

„Österberg 2010“ ließ die Herzen von Renn-Liebhabern höher schlagen

Rund 100 Teams kamen gestern ins Gewerbegebiet Au Ost, um beim ersten „Österberg“-Motorfestival dabei zu sein. Ein Unfall unterbrach für kurze Zeit die Rennen.

13.09.2010
  • madeleine wegner

Tübingen. Nach einjähriger Pause gibt es einen Nachfolger der „Retromotor“: „Österberg – Das Motorfestival“ heißt das neue Rennen, bei dem es keine Gleichmäßigkeitsläufe mehr auf der Bergstrecke über die Kirchentellinsfurter Steige zum Hofgut Einsiedel, sondern eine Rundstrecke gibt. Die 1,2 Kilometer lange Rennstrecke im Gewerbegebiet Au Ost – treffend „Circuit d‘Au“ getauft – verlief über einen Teil der hinteren Eisenbahnstraße und die Jopestraße. Das Fahrerlager für die rund 100 Teams befand sich auf den beiden angrenzenden Firmengeländen. Mehrere Renndurchläufe gab es für Serienfahrzeuge, Rennautos, Rennmotorräder sowie Renngespanne.

Bei der Formationsfahrt der Tourenwagen nahmen unter anderem zwei Vorkriegswagen (im Bild oben zu sehen) und ein alter Golf GTI mit seinen 110 PS teil: „Das war der Traumwagen Ende der 70er und die Anfänge von Volkswagen, sich sportlich zu geben“, erinnerte Moderator Rainer Klink. Doch richtig ins Schwärmen geriet er erst beim Alfa Romeo Giulia: „Einer der schönsten viersitzigen Wagen, die je gebaut wurden!“

Der Chef des Tübinger Auto- und Spielzeugmuseums „Boxenstop“ und Organisator des Motorfestivals freute sich über die neue Strecke im Gewerbegebiet. „Das Motorfestival hat die Feuertaufe bestanden.“ Ohne Sponsoren, ohne Eintrittgelder und ohne viel Werbung lockten die Rennen im Laufe der sieben Stunden mehrere Tausend Schaulustige an. Fürs nächste Jahr wünscht er sich eine Wiederholung mit größerem Rahmenprogramm – zum Beispiel Vorführung von Werkautos. „Das war nur ein Testlauf dieses Jahr“, sagte er. Die Überraschung für die Zuschauer am Ende der Durchläufe: Bei keinem der Rennen wurde die Zeit gestoppt. Das Los entschied über die Sieger.

Auch prominente Rennfahrer waren am Start: Der viermalige deutsche Meister im Formel V-Rennen Helmut Bross sowie Michael Bäder, erfolgreicher Fahrer bei der Spezial Tourenwagen Trophy. Mit seinem selbst umgebauten BWM Z4 ließ er die Mitstreiter weit hinter sich. „Der unterschreibt so schnell, wie er fährt!“, staunte eines der Kinder, die sich Autogramme holten.

„Wir sehen hier wirklich guten Gespann-Sport“, war Klink vom Rennen der Gespannwagen begeistert. Das fand auch das Publikum, das eindeutig reagierte als Klink fragte: „Wollen wir sie noch eine Runde fahren lassen?“

Mitunter ziemlich schnell, ohrenbetäubend, aber dafür stets fair und sportlich: So wünschte sich Organisator Klink die Rennen. Dennoch kam es beim Motorradrennen zu einem Unfall, bei dem Franz Schleifer in einer Kurve von seinem Motorrad stürzte. Die Polizei konnte kein Fremdverschulden feststellen. Der Fahrer wurde nicht schwer verletzt, von den Rettungskräften jedoch in die Klinik gebracht.

Österberg 2010 - Das Motorfestival

Österberg 2010 - Das Motorfestival --

03:22 min

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13.09.2010, 12:00 Uhr

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