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Österbergtreppe: 117 Stufen mit Aussicht
Oberbürgermeister Boris Palmer durchschnitt das Band zur erneuerten Germanenstaffel. Bild: Faden
Sanierte Germanenstaffel ist eröffnet

Österbergtreppe: 117 Stufen mit Aussicht

Die Fußgängertreppe auf den Österberg ist seit dem Sonntag wieder zugänglich – Tag und Nacht.

02.04.2017
  • Dorothee Hermann

Die Germanenstaffel ist der kürzeste Weg von der unteren Mühlstraße auf den Österberg und bietet weite Panorama-Aussichten über Altstadt und Neckar. Am Sonntagvormittag eröffnete Oberbürgermeister Boris Palmer den Fußweg mit 117 Stufen und Aussichtsbank nach mehrjähriger Sanierung wieder für die Öffentlichkeit.

Angesichts von Baukosten von rund 900000Euro sagte der Oberbürgermeister vor etwa 120 Interessierten: „Das kann man sich überhaupt nur in guten Jahren leisten.“ Ansonsten hätte man eventuell „eine Begehungsmaut von 1 Euro“ verlangen müssen.

Unter rein wirtschaftlichen Aspekten sei die Treppe schon gewagt, meinte Palmer: „Aber es gibt noch andere Überlegungen.“ Er nannte die Anbindung des Österbergs an die Stadt sowie den Tourismus. Irgendwann habe er nachgegeben: „Bevor ich mir noch 20 Jahre lang anhöre, dass die Palmertreppe gebaut wurde, die Germanenstaffel aber nicht.“ Der Gemeinderat habe sich schließlich auf die Treppensanierung geeinigt.

„Die Grünen war nicht dafür“, merkte CDU-Stadträtin Gretel Schwägerle an. Nebenbei gratulierte ihr vormaliger Ratskollege Albrecht Kühn dem Leiter des städtischen Tiefbauamts, Albert Füger, zur wiederhergestellten Treppe: „Glückwunsch, Herr Füger, das haben wir zusammen gedreht.“ Als Oberbürgermeister Palmer die Sanierung der nicht mehr verkehrssicheren Germanenstaffel vor Jahren zunächst ablehnte, sagten sich die beiden: „Das schauen wir uns mal an.“

Die Treppe soll rund um die Uhr das ganze Jahr begehbar sein. Nur bei Schnee- und Eisglätte werden die Zugangstore verschlossen, sagte Füger.

Derzeit ist es entlang der Staffel noch kahl. Doch es lässt sich erahnen, wie es dort künftig grünt und blüht: Das Wurzelwerk der vormaligen Gewächse blieb erhalten und sichert den Hang, erläuterte Landschaftsarchitekt Hans Specht: „Die großen Bäume waren statisch kritisch.“ An ihrer Stelle wurden zierliche Wildkirschenbäume gesetzt, dazu Flieder und Spiräen. „Damit es freundlicher wirkt“ als die Wildsträucher, die zuvor den Hang bedeckten.

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02.04.2017, 18:00 Uhr

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