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Österreicher fahren auf Nachtzüge ab
So schön und stilvoll können Nachtzüge sein. Foto: ÖBB
Bahn

Österreicher fahren auf Nachtzüge ab

Auch künftig lässt es sich in Deutschland in einem Bett im Zug schlafen. Zusätzlich fahren nachts mehr ICE und IC.

08.10.2016
  • DIETER KELLER

Berlin. „Das ist eine tolle Möglichkeit, im Schlaf zum Schnee zu kommen“, wirbt der Chef der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), Andreas Matthä, für sein neues Angebot: Ab 11. Dezember weitet er die Nachtreisezüge um 6 Linien aus, die alle meist täglich in Deutschland starten oder enden. Sie ersetzen zum Teil das Angebot der Deutschen Bahn (DB), die zum gleichen Zeitpunkt alle Schlafwagen und Autoreisezüge einstellt

Die DB unterstützt ihre österreichischen Kollegen: Die Tickets sind bei ihr ab 18. Oktober auf allen Wegen vom Internet bis zu Reisezentren zu kaufen. Auch die Bahncard gilt nach Angaben von DB-Fernverkehrschef Berthold Huber vorerst. Zudem hat sie der ÖBB 42 Schlaf- und 15 Liegewagen verkauft, die aufgemöbelt wurden.

Das neue Angebot geht allerdings weitgehend an Baden-Württemberg vorbei. Nur der neue „Nightjet“ von Hamburg nach Zürich hält in Freiburg. Daneben gibt es Verbindungen von Hamburg und Düsseldorf nach Innsbruck sowie von München nach Venedig, Rom und Mailand. Auch 2 der schon bestehenden 9 ÖBB-Nightjet-Verbindungen starten in Deutschland, nämlich von Hamburg und Düsseldorf nach Wien. An einige Züge werden Wagen für die Pkw- und Motorradbeförderung angehängt.

Die ÖBB bietet viel kostenlosen Service vom Abendsnack bis zum Frühstück. Die Auswahl ist groß vom 1-, 2- oder 3-Bett-Abteil im Schlafwagen über 4- und 6-Bett-Abteile im Liegewagen bis zum normalen Sitzplatz. Preisbeispiele: Ein Einzelabteil im Schlafwagen von Berlin nach Zürich ist ab 139 EUR zu haben. Eine sechsköpfige Familie reist für 199 EUR im Liegewagen von Düsseldorf nach Innsbruck. Die Automitnahme kostet 114 EUR . Ein Sitzplatz von München nach Venedig ist schon ab 39 EUR zu haben.

Die ÖBB will bereits 2017 Gewinn einfahren. Sie hat günstige Kosten, weil sie 17 Prozent ihres Fernverkehrs mit Nachtzügen macht. Bei der DB sind es unter 1 Prozent, weshalb sie über hohe Verluste klagte. Sie schickt ab 11. Dezember mehr IC und ICE in der Nacht auf die Strecke. Neu ist ein IC von Berlin über Leipzig und Stuttgart nach München. Eine zusätzliche IC-Tagesrand-Verbindung gibt es unter anderem von Ulm nach München. Dieter Keller

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08.10.2016, 06:00 Uhr

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