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Kritik am Landrat

Offener Brief der Grünen zur Schulentwicklung

Mit einem offenen Brief reagiert die Kreistagsfraktion der Grünen auf die öffentliche Kritik von Landrat Joachim Walter an einer gymnasialen Oberstufe in Gemeinschaftsschulen.

27.06.2014
  • hoy

Kreis Tübingen. Diesen Vorschlag hatte OB Boris Palmer bei einer Nominierungs-Veranstaltung der Grünen geäußert. Der Landrat konterte mit einer Presseerklärung und in der jüngsten Mittwochs-Ausgabe des SCHWÄBISCHEN TAGBLATTS auch in der Rubrik „Die Kreisecke“. Darin positioniert sich Walter klar gegen Palmers Idee. Eine gymnasiale Oberstufe an Gemeinschaftsschulen sei angesichts des gut funktionierendes Systems der Beruflichen Gymnasien im G 9 „widersinnig“. Außerdem könne man bei rückläufigen Schülerzahlen keine „teuren Parallelstrukturen schaffen“, schreibt der Landrat in der Kreisecke.

Mit seinen Äußerungen hat Walter nach Ansicht der Kreistags-Grünen und Sprecher Markus Goller „den Eindruck erweckt, der Prozess der regionalen Schulentwicklung sei beendet und liege „in seinen Händen“. Tatsächlich sei dieser Prozess, den das Landesgesetz vorgegeben habe, aber erst angelaufen. Es gehe dabei um einen „Dialog zwischen Schulträgern unter Einbeziehung der gewählten Gremien“. Dass sich der Landrat nun öffentlich positioniere sei „nicht zielführend“. Bei dem „sensiblen Thema“ gehe es schließlich auch um mögliche Schulschließungen. Das erfordere ein „Miteinander“ in den Gremien und „kein Übereinander in der Öffentlichkeit“, erklärte Goller gestern auf TAGBLATT-Nachfrage.

Die vom Landrat behauptete „Konkurrenz“ zwischen beruflichen Gymnasien im Kreis und der angedachten gymnasialen Oberstufe in Gemeinschaftsschulen können Goller und seine Fraktion nicht nachvollziehen. Als ehemaliger Absolvent der Gesamtschule Waldhäuser Ost vermag Goller auch „nicht zu erkennen, dass es damals „Konflikte“ zwischen beruflichen Gymnasien mit der Kreisverwaltung als Schulträger und der Tübinger Gesamtschule gegeben habe.

Die Kreistags-Grünen kritisieren zudem die Vorgehensweise des Landrats. „Bildungspolitische Grabenkämpfe entlang parteipolitischer Linien“ würden den Dialog über die regionale Schulentwicklungsplanung „massiv gefährden“. Dieser solle zukünftig „in einem konstruktiven und lösungsorientierten Verfahren entlang der im Kreistag bislang vorgestellten Leitlinien und nicht über die Presse erfolgen.

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27.06.2014, 12:00 Uhr

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