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TSV-Fußballer verspielen beim 0:0 gegen Zimmern die Selbstrettung

Ofterdingen muss in die Relegation

Ein Sieg gegen den ebenfalls von der Relegation bedrohten SV Zimmern und der TSV Ofterdingen wäre sicher in der Fußball-Landesliga geblieben. Das 0:0 vor 300 Zuschauern war zu wenig.

03.06.2012
  • Michael Sturm

Ofterdingen. Auf einer Seite des Ofterdinger Sportplatzes herrschte Jubel: Die Spieler des SV Zimmern feierten mit Betreuern, Trainern und ein paar Fans den Klassenerhalt. Auf der anderen Seite des Platzes herrschte Fassungslosigkeit. Die Spieler des TSV lagen reglos auf dem Boden. Trainer Danijel Baric und Routinier Rene Grober saßen stumm auf der Trainerbank. Bis Baric ungläubig fragte: „Habt ihr alle Ergebnisse fix?“ Die Bestätigung folgte prompt: Von den anderen Plätzen wurde gemeldet, dass die Konkurrenz samt und sonders genügend gepunktet hatte – der TSV muss in die Relegation.

Torjäger Brodbeck war nicht zu ersetzen

Die schlechte Tordifferenz wurde Ofterdingen letztlich zum Verhängnis. Der Abgang von Torjäger Marc Brodbeck zur Winterpause wog im Nachhinein schwer. „Er hätte die Tore heute gemacht“, behauptete Baric.

Gegen Zimmern fehlte die letzte Entschlossenheit. Vor der Pause bereits kritisierte Baric das Spiel gegen den Ball seiner Angreifer. Die beste Chance vor der Pause hatte noch Tim Wissmann. Dieser zog in der 38. Spielminute das Tempo an, stürmte durchs Mittelfeld und zog aus 20 Metern mächtig ab. Matthias Müller, Torwart des SV Zimmern, bekam gerade noch die Fingerspitzen dran.

Angesichts dessen, um was es beide Mannschaften ging, war es erschreckend anzuschauen, dass das Spiel in weiten Strecken einfach so vor sich hin plätscherte. Auf den Rängen herrschte dementsprechend eine leicht angespannte Stimmung. Der Tenor lautete, man wolle doch zum Saisonende wenigstens einen Heimsieg landen. Es hatte sich herumgesprochen, dass Spitzenreiter Bösingen gegen den FC Rottenburg bereits mit 2:0 führte. Dieses Ergebnis hätte beiden, Ofterdingen und Zimmern, gereicht. Die Unsicherheit der Spieler beschrieb Rene Grober hinterher so: „Du kannst die Tore vorne machen und hinten kriegen.“

Denn auch wenn sich der TSV darum bemühte, das Spiel zu gestalten, war Zimmern jederzeit in der Lage zu kontern. Vor allem der bullige Marius Seemann sorgte immer wieder für Unruhe. TSV-Keeper Markus Keller brauchte eine Glanzparade (64.) um Seemanns Freistoß zu entschärfen. Eine Minute später köpfte der Zimmerner Stürmer knapp drüber. Hinten hielt SVZ-Kapitän Sebastian von Au seine Abwehr mit kehligen Rufen und rustikalem Bearbeiten der Ofterdinger Angreifer zusammen.

1:0 wegen Abseits nicht anerkannt

In der 73. Minute hatte der TSV Glück: Seemann und Blerim Nuhiji verpassten beide eine Flanke. Fünf Minuten später haderten die Ofterdinger mit Schiedsrichter Johannes Rieger (Bad Ditzenbach), der auf Zeichen seines Assistenten ein Tor aberkannte: Der Freistoß von Salvatore Cerabona wurde lang und länger – letztlich ging der Ball ungestreift ins Netz. Doch Marlon Ferreira stand nach Meinung des Mannes an der Seitenlinie im Abseits. Die Ofterdinger realisierten nun, dass ihnen die Zeit davon rannte. Aber, so Baric: „Wir konnten uns nicht entscheidend durchsetzen.“ Zu lange Flanken, ungestümes Anrennen, ungenaue Freistöße – es blieb beim 0:0. Die Rottenburger hatten ihr Spiel gedreht, andere Konkurrenten hatten gepunktet. Den Ofterdingern blieb nur blanke Fassungslosigkeit.

TSV Ofterdingen: Keller, Yacoub, Cerabona, Seif, Dürr, Grober, Burchuladze, Ferreira, Schaller (85. Eipper), Dubinovic (60. Koll), Wissmann.

Ofterdingen muss in die Relegation
Gute Haltungsnoten im Bodenturnen, aber die drei Punkte zur Rettung verpasst: Ofterdingens Marlon Ferreira (rechts) im Duell mit Zimmerns Abwehrhüne Sebastian von Au – das 0:0 nutzte nur Zimmern, der TSV muss nachsitzen.

Zwei Wochen warten müssen die Kicker des TSV Ofterdingen nun auf den entscheidenden Relegations-Kick um den letzten freien Platz in der Landesliga. Vorher spielen die vier Vizemeister der Bezirksligen Alb, Schwarzwald, Nördlicher Schwarzwald und Calw den Qualifikanten aus. Hier der Fahrplan:
1. Runde: Donnerstag, 7. Juni (15 Uhr) in Nehren: SSV Reutlingen II – VfL Mühlheim
TV Darmsheim) – VfR Sulz ( in Weitingen).
2. Runde: Sonntag, 10. Juni (Spielorte Walddorf oder Frittlingen) Sieger aus Reutlingen/Mühlheim – Sieger aus Darmsheim/Sulz
3. Runde Sonntag, 17. Juni 15 Uhr (Spielort noch offen)
TSV Ofterdingen – Bezirksliga-Qualifikant

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03.06.2012, 12:00 Uhr

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