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Olaf Schubert lädt zur Late-Night
Der Mann mit dem listigen Charme: Olaf Schubert. Foto: MDR
Fernsehen

Olaf Schubert lädt zur Late-Night

Der Comedian mit den bunten Pullundern und dem sächsischen Dialekt bekommt eine eigene Show im Ersten.

26.04.2017
  • CORNELIA WYSTRICHOWSKI

Berlin. Er selbst nennt sich „Das Wunder im Pullunder“, den „intellektuellen Stachel im Fleisch der Bourgeoisie“ oder auch schlichtweg „Ölaf“. Jetzt bekommt der Dresdner Comedian Olaf Schubert, der seine sächsische Herkunft und seine gelben Strickpullunder mit Rautenmuster zum Markenzeichen gemacht hat, eine eigene Late-Night-Show.

Im Mittelpunkt steht natürlich Olaf Schubert, der wie ein waschechter Late-Night-Talker am Schreibtisch sitzend Hof hält. In jeder Ausgabe gibt es mehrere Einspielfilme, in denen der 49-Jährige zum Beispiel als Psychiater unterwegs ist und Lehrer oder Skinheads in den Wahnsinn treibt, oder auch mal auf der Straße wildfremde Leute umarmt.

Mit Sidekick und eigener Band

Wie jeder gestandene Late-Night-Moderator muss der Pullundermann die 30-minütige Sendung aber nicht alleine bewältigen, sondern hat einen Sidekick: Der Musiker und Kabarettist Julius Fischer schlüpft in die Rolle des Redaktionsleiters und liefert sich Wortgefechte mit seinem Chef. Die ersten vier Ausgaben wurden vorab in der Leipziger Schaubühne Lindenfels aufgezeichnet, als Gäste sind unter anderem der Komiker Chris Tall und die Hip-Hop-Band „SXTN“ dabei. Standardmäßig gibt es eine eigene Band; Moderator Schubert wird sogar selber singen, immerhin ist er versierter Gitarrist und Jazzschlagzeuger – seine Bühnenauftritte garniert er regelmäßig mit Gesangseinlagen. Auftritte, bei denen der Comedian mit dem betont linkischen Gebaren oft mit Unschuldsmiene böse Scherze über die DDR oder den Kapitalismus anbringt, um bei anderer Gelegenheit skurrile Zeilen über Kartoffelsalat zu trällern.

Biografie gezielt verschleiert

Ähnlich wie bei Atze Schröder oder Cindy aus Marzahn handelt es sich auch bei Olaf Schubert um eine Kunstfigur, die nur für die Bühne erfunden wurde. Dahinter versteckt sich der 1967 in Plauen geborene Künstler Michael Haubold, der seine wahre Biografie zwar gezielt verschleiert, aber nach allem, was man weiß, Musik studiert und eine Ausbildung zum Wirtschaftskaufmann gemacht hat. Interviews gibt er nur als Kunstfigur Olaf Schubert.

Als solcher wurde der Spaßmacher Mitte der 90er Jahre zunächst im sächsischen Raum bekannt, bevor er sich bundesweit einen Namen machte – inzwischen hat er wiederholt den deutschen Comedypreis gewonnen. In der „heute-show“ mimt der 49-Jährige regelmäßig den Ossi-Experten, seit einem Jahr ist er mit seinem aktuellen Programm „Sexy forever“ auf Tournee. Cornelia Wystrichowski

Info „Olaf macht Mut“, donnerstags, 23.30 Uhr, ARD.

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26.04.2017, 06:00 Uhr

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