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Neue Regeln auf dem Neckar

Ordnungsamt will Stocherkähne regulieren

Nicht nur der Saisonbeginn für Stocherkähne soll vorverlegt werden. Auch die Maße der Boote will das Tübinger Ordnungsamt eichen und die Liegeplatzgebühren für die Kähne anheben.

30.09.2012
  • Janosch Beyer & Johanna Hellmann

Tübingen. Wer auf den Neckar schaut, kann immer mehr exotische Wasserfahrzeuge beobachten. Das wohl auffälligste Gefährt ist das im Frühjahr ins Wasser gelassene Pontonfloß des Freundeskreises „Jockele sperr!“ Doch auch bei den klassischen Kähnen hat sich einiges getan. So ließ Klaus Pfeiffer im Jahr 2009 seinen Alukahn ins Wasser und inzwischen gibt es sogar einen Stocherkahn, der stolze elf Meter lang und 1,70 Meter breit ist und bis zu 24 Personen transportieren kann.

Diesem Trend will das Tübinger Ordnungsamt nun einen Riegel vorschieben. In einem Brief wendet sich Amtsleiter Rainer Kaltenmark an die Stocherkahnbesitzer. Neben dem Vorverlegen des Saisonstartes auf den 15. März und einer voraussichtlichen Anhebung der Nutzungsgebühren für die Anlegestellen soll auch die Größe von Stocherkähnen beschränkt werden: „Wir haben auf dem Neckar einfach nicht so viel Platz für die ganzen Kähne, die Warteliste ist lang. Wenn wir dann auch noch Kähne mit Überbreite haben, bekommen wir ein noch größeres Platzproblem“, sagt Kaltenmark. Auf der Warteliste stehen 42 Kandidaten.

Geht es nach dem Ordnungsamt, soll die Breite der Kähne auf 1,55 Meter begrenzt werden. Die Boote bieten dann noch 18 Personen Platz. „Die neuen Regelungsvorschläge sind gut. Ein einziger übergroßen Kahn an einer der fünf Anlegestelle geht noch, aber wenn dort drei bis fünf Kähne dieser Kategorie liegen würden, hätten wir bald keinen Platz mehr“, sagt Jürgen Führer vom Stocherkahnverein. Dass die Breite der aktuell rund 120 Stocherkähne reguliert werden soll, findet auch Mike Wiehl, einer der 15 gewerblichen Stocherer nicht schlecht: „Die Stadt will jedoch auch Höhe, Länge und Sitzplatzanzahl regulieren, das begrenzt sich aber erstens selbst und zweitens muss ja nicht alles geregelt werden.“

Immerhin stehen die bisherigen Stocherkähne unter Bestandsschutz, die neue Regelung würde nur Neuanschaffungen betreffen. Ob die geplante Verordnung in Kraft tritt, muss jetzt der Gemeinderat entscheiden.

Ordnungsamt will Stocherkähne regulieren
Ein Hauch von Monet auf dem herbstlichen Neckar: Stocherkahnfahren zwischen herbstlichem Blattwerk.Bild: Metz

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30.09.2012, 12:00 Uhr

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