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Wenn Wetterprognosen irren

Organisatoren mit Sommerinsel-Wochenende recht zufrieden

Am Samstag warnten die Wettervorhersagen vor schweren Unwettern ab 15 Uhr. Die Veranstalter der Tübinger Sommerinsel sind froh, dass sich viele davon nicht abschrecken ließen – und trotzdem in den Anlagenpark kamen. Da gab es gutes Wetter und noch bessere Stimmung bis in die Abendstunden.

04.08.2014
  • Fabian Renz

Tübingen. Das Wetter mag häufig ein langweiliges Gesprächsthema sein, auf das man kommt, wenn einem sonst nichts einfällt. Für die Organisatoren der Sommerinsel ist es ein elementares Thema, das über Erfolg oder Nicht-Erfolg ihres Festes entscheidet – und damit auch über jede Menge Geld.

„Natürlich sind wir extrem abhängig vom Wetter, keine Frage“, sagte Lothar Schmid vom Restaurant Museum. Herbert Rösch von Mauganeschtle, Hotel Am Schloss und Reefs ergänzte: „Das ist auch ein Grund, warum es schwierig ist, weitere Mitorganisatoren zu finden: Das finanzielle Risiko ist zu groß.“

Die beiden Gastronomen beobachten folglich die Wettervorhersagen ganz genau. Trauen tun sie ihnen aber nicht. „Schon beim WM-Park haben die Wettervorhersagen vor dem Halbfinale gegen Brasilien die Leute ferngehalten“, beklagte Schmid. Auch am Samstag gab der Deutsche Wetterdienst Unwetterwarnungen heraus. Ab 15 Uhr sei mit schweren Unwettern, Hagel und Sturmböen zu rechnen. Tatsächlich blieb es dann aber bis zum Abend trocken, die meiste Zeit schien sogar die Sonne. „Schauen Sie hier: Da zeigt es Blitze an“, zeigte Schmid auf sein Smartphone. „Wo sind die bitte?“ Als Erklärung für womöglich vermehrte Unwetterwarnungen fielen ihm nur Versicherungsgründe ein, gerade in Anbetracht des Hagels, von dem im letzten Jahr auch die Sommerinsel betroffen war. „Das mit den frühen Unwetterwarnungen grenzt an eine Phobie!“, fand Rösch.

Sei’s drum: Die Leute kamen am Samstag trotzdem in den Anlagenpark. In den frühen Abendstunden waren fast alle Tische belegt, Gäste genossen die schöne Atmosphäre direkt am See, die Kinderattraktionen wurden pausenlos nachgefragt. „Guck mal, Papa, wie hoch ich jetzt komm“, rief zum Beispiel der 9-jährige Paul seinem Vater zu, bevor er – von zwei Seilen gesichert – fünf Meter in die Höhe schoss. Nebenan kullerten die Kinder in abgedichteten Bällen über das Wasser und lachten sich schlapp dabei. Die beiden Attraktionen, die am Eingang der Sommerinsel die Gäste begrüßen, gehören Rolf-Dieter Gabold aus Nürtingen. Seit Jahren ist er bei der Sommerinsel dabei. Für ihn ist das Wetter besonders wichtig: „Erst ganz am Ende können wir sagen, ob wir hier mit einem Gewinn rausgehen“, sagte er.

Letztlich waren sich alle einig, dass man nur auf das Beste hoffen könne. Das fand auch Sabine Stagl-Schlagenhauff von Krone und Ludwig’s, neben dem Restaurant Rosenau weiterer Mitveranstalter. Gestern Nachmittag saß sie auf der Sommerinsel und konnte auch mit dem Sonntag nur zufrieden sein: „Es hat zwar auch heute kurz geregnet, aber im Großen und Ganzen ist viel los“, sagte sie. Sonntags sei ohnehin immer ein Kommen und Gehen, erst recht gestern, als gleichzeitig die Läden in der Stadt geöffnet hatten.

Mehrere Veranstalter, aber kein Futterneid

So zeigte man sich zufrieden bei den Veranstaltern, betonte die gute Zusammenarbeit untereinander, und besonders die offene Gestaltung der Sommerinsel, wo sich jeder das Essen holen kann, wo er möchte und sich damit hinsetzen kann, wo er möchte. „Es gibt unter uns Wirten natürlich einen Wettbewerb, aber einen Futterneid gibt es nicht“, sagte Museums-Inhaber Schmid. „Wir sind uns freundschaftlich verbunden.“

Letztlich sitzen die Veranstalter auch alle im selben Boot: Wenn es regnet, werden sie alle nass. Im wörtlichen und im übertragenen Sinn.

Organisatoren mit Sommerinsel-Wochenende recht zufrieden
Ein Weinchen auf der Sommerinsel: Was gibt es an einem lauen Sommerabend Schöneres? Zumindest, so lange das Wetter hält. Bilder: Sommer

Organisatoren mit Sommerinsel-Wochenende recht zufrieden
Nicht nur Kinder dürfen in den wasserdichten Bällen umherkullern, das Angebot ist auch für Erwachsene da. Wenn sie sich denn trauen.

Die Sommerinsel gibt es in diesem Jahr bereits in der 13. Auflage – organisiert wird sie von der TüGast. Verschiedene Restaurants waren bereits beteiligt, neben den Initiatoren von Krone und Reefs/Mauganeschtle ist auch das Restaurant Museum seit Jahren dabei. Im letzten Jahr kam das Restaurant Rosenau neu hinzu. Die Veranstalter werben mit einem reichhaltigen Essensangebot von Maultaschen bis zum Doradenfilet (die Speisekarte gibt es auf der Homepage www.tuebinger-sommerinsel.de), einem Kinderprogramm, Live-Musik und der besonderen Atmosphäre direkt am See. Die Sommerinsel geht noch bis zum 10. August und hat Montag bis Donnerstag von 17 bis 23 Uhr geöffnet, Freitag und Samstag von 17 bis 24 Uhr und am Sonntag von 11 bis 22 Uhr.

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04.08.2014, 12:00 Uhr

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